Du suchtest schon immer ein Forum, um Dich über "Smartphones & More" auszutauschen, Dich über Neuigkeiten im Hard- und Softwarebereich, oder über Smartphones allgemein zu informieren ?

Dann bist Du bei uns richtig:

Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS und Android, aber bei Bedarf auch immer noch um PalmOS, webOS, Windows Mobile / Windows Phone, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Die PUG-Mannheim – Smartphones & More erläutert verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigt, welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern. Die Teilnehmer helfen aber auch bei der Geräteauswahl inkl. Kaufberatung, bei Geräteeinstellungen, Geräteinstallationen und Problemen rund um das Thema "mobile Computing" und kennen auch immer aktuell die besten und günstigsten Smartphonetarife.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband).

Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Sei dabei und mach' mit.

Termin vormerken

Nächstes Treffen: Mittwoch, 21.10.2020 ab 18:00 Uhr --- Restaurant "Lieblingsplatz" im Hotel Weber, Frankenthaler Straße 85, 68307 Mannheim-Sandhofen unter Beachtung der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften.

17.09.2020

242. Treffen der PUG-Mannheim am 16.09.2020

Am 16.09.2020 ab 18:00 Uhr war es wieder soweit – 20 Teilnehmer trafen sich unter Beachtung der aktuell geltenden Kontakt- & Hygienevorschriften zum 242. Treffen der PUG-Mannheim im "Lieblingsplatz" – und wenn es dann doch einmal ein bisschen eng wurde, haben wir pflichtbewusst ganz schnell unsere Masken aufgesetzt.

 


Und es lohnte sich auf jeden Fall, auch diesmal wieder dabei zu sein, denn wir haben erstens um die Vervollständigung unserer Messenger-Profile gekümmert, damit wir in unseren neuen, gewachsenen WhatsApp-Gruppen auch sehen, wer was schreibt.

Darüber hinaus haben wir uns ausführlich mit der Vorbereitung unserer Fototour Anfang Oktober beschäftigt, bei welcher wir "Mannheim bei Nacht" mit dem Smartphone fotografieren werden. Mit dem  kleinen Tutorial, welches ich hierzu schrieb, sind die Teilnehmer bestens gerüstet, nur die besten Fotos mit den Smartphones zu machen – und das nicht nur bei unserer Fototour durch das nächtliche Mannheim. Hierzu wurden jede Menge Tipps und Tricks untereinander geteilt.

Und dann war da ja noch die IFA 2020 (Internationale Funkausstellung), welche Anfang September in Berlin stattfand, wegen der aktuellen Situation aber etwas in veränderter Form und von den Medien dieses Jahr kaum beachtet. Und es gab auch dieses Jahr einiges neues zu präsenteren:

In einem normalen Jahr strömen Tausende Besucher zur IFA. 2020 ist allerdings nichts normal: Das Coronavirus hält die Welt in Atem, eine Messe mit so großem Zuschauerandrang ist unmöglich durchführbar. Ausfallen musste die 60. Ausgabe der IFA deswegen nicht. Die Elektronikshow fand als Special Edition vom 3. bis zum 5. September 2020 in Berlin statt. Zugang hatten nur Fachbesucher und Medien, private Besucher verfolgten die Veranstaltungen jedoch via Livestream. Technische Neuheiten gab es also trotz Corona zu sehen.

Bei den Smartphones gibt vor allem Samsung Gas. Das Unternehmen stellte mit dem "Galaxy Z Fold 2" den Nachfolger seines faltbaren Luxus-Phones vor. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Displays innen und außen gewachsen. Außerdem kommt das Ultra Thin Glass des Galaxy Z Flip zum Einsatz, das mehr Stabilität verleihen soll. Mit dem Snapdragon 865 Plus befindet sich im Inneren der aktuell schnellste Prozessor der Android-Welt. Dazu gibt es 12 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher. Weiterhin unterstützt das Gerät den Datenturbo 5G. So viel Ausstattung kostet allerdings: 1.949 Euro ruft Samsung auf. Günstiger wird es mit dem A42 5G. Das lässt sich nicht (oder nur einmal mit hohem Kraftaufwand) falten, ist mit 369 Euro aber eines der günstigsten Geräte, das den Datenturbo unterstützt.

Samsung hat neben der Galaxy Fit 2 und Galaxy Watch 3 Titan vorgestellt. Letztere ist natürlich am Ende nur eine neue Ausführung der bereits bekannten Version. Die Titan-Ausführung markiert nun eine neue Premium-Variante, die mit einem Edelstahlarmband (nicht mit einem Titanarmband !!!)  zu haben ist.

 

Es bleibt bei einem Display mit 1,4 Zoll, der drehbaren Lünette und umfangreichen Fitnessfunktionen. Die Galaxy Watch 3 Titan kommt mit einer Akkuladung bis zu 56 Stunden aus. Über die Samsung-Health-App könnt ihr auf der Titanversion über 120 Workouts für Zuhause zugreifen. Die Galaxy Watch3 Titan ist ab dem 18. September 2020 im Samsung-Online-Shop in der Farbe Schwarz verfügbar. Als Preis rufen die Südkoreaner 633 Euro aus.

Eines der größten Highlights für PC- und Notebook-Fans ist wohl die brandneue Tiger-Lake-Serie von Intel. Die jüngste Prozessorgeneration des Unternehmens bietet dank des verfeinerten Fertigungsverfahrens SuperFin ein höheres Arbeitstempo, bringt Unterstützung für den Thunderbolt-4-Standard und den verbesserten Grafik-Chip Intel Iris XE. Erste Notebooks mit Tiger-Lake-Prozessoren gibt es schon: Asus hatte gleich mehrere schlanke Geräte vorgestellt, in denen der neue Chip taktet. Auch Lenovo ist dem Yoga Slim 9i mit dabei.

Einen Tag vor unserem Treffen, am 15. September 2020 fand das alljährliche Apple-Event statt. Ebenso wie die zurückliegende Keynote auf der Entwicklerkonferenz WWDC wurde das Apple-Event bedingt durch die Coronavirus-Pandemie erneut rein online abgehalten.

 

Apple hat bei der Keynote am 15.09.2020 je zwei neue Modelle seiner Apple Watch und des iPads gezeigt – natürlich schauten wir bei unserem Treffen auch auf die Details:

 

Gleich zu Beginn der Keynote gab es den Paukenschlag: Es wurde kein iPhone 12 präsentiert, das soll wohl im Oktober auf einem Extra-Event "nachgereicht" werden:

 

Stattdessen hat Apple bei seiner Keynote neue Modelle der Apple Watch und des iPads vorgestellt. Zum iPhone 12 verlor der Konzern bei dem Online-Event kein Wort. Wahrscheinlich wird das iPhone 12 nun im Oktober präsentiert, wie bereits vor der Keynote von vielen Experten vermutet wurde. In der rund einstündigen Keynote ging es ausschließlich um Watch und iPad sowie neue Services wie Apple One und Fitness+.

 

Highlight des Abends war die neue Apple Watch. Die Apple Watch Series 6 hat einen integrierten Sensor verbaut, der den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Das Besonders daran: Die Messung dauert Apple zufolge nur 15 Sekunden und bietet die Möglichkeit, einen Sauerstoffmangel im Blut zu erkennen. Der Wert gilt als ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Apple ermittelt ihn mit Hilfe eines neuen Sensors, der rotes und infrarotes Licht nutzt und die Farbe des Bluts erkennt.

 

Neben der Apple-Watch 6 wurde die brandneue Apple Watch SE präsentiert: Diese macht moderne Smartwatches auch für dünnere Geldbeutel erschwinglich. Bislang griffen Interessenten, die nicht das Geld für die Highend-Serie ausgeben wollten, zu den Apple-Watches der Vor- oder Vorvorgeneration. Das ist nun nicht mehr erforderlich, obschon Apple die Series 3 weiterhin im Angebot behalten wird. Der Preis der Series 3 sinkt auf rund 213 Euro. Zum Preis von 291 Euro führt der Hersteller die neue Apple Watch Series SE ein. Die soll doppelt so schnell wie die Series 3 sein. Im direkten Vergleich bringt sie vor allem das identisch große Retina-Display der aktuellen High-End-Watch mit. Das ist immerhin 30 Prozent größer als das der Series 3. Zudem ist die Watch SE schwimmtauglich und bietet eine Sturz- sowie eine Schlafphasenerkennung.

 

Die Apple Watch SE verfügt über denselben Beschleunigungs- und Gyrosensor wie die Apple Watch Series 6 und bietet mit den neuesten Bewegungssensoren und dem neuesten Mikrofon zuverlässige Gesundheits- und Sicherheitsfunktionen wie Notrufe oder die Geräusche-App. Mit der Geräusche-App sollen Nutzer einen besseren Einblick in die Hörgesundheit erhalten. Über das verbaute Mikrofon misst die Watch SE die Umgebungsgeräusche und sendet eine Mitteilung, wenn das Lautstärkeniveau so stark angestiegen ist, dass Schäden verursacht werden könnten. Zudem soll der verbesserte Lautsprecher für eine bessere Klangqualität bei Telefonaten, Siri- und Walkie-Talkie-Nutzung sorgen.

 

Mit neuen Watchfaces und der erweiterten Armband-Kollektion, die jetzt auch ein Solo-Loop zum Über-die-Hand-ziehen umfasst, bietet sie viel von dem Benutzererlebnis der größeren Variante. Auch das Teilen von Watchfaces und die Installation neuer Ziffernblätter per Tap beherrscht die Einsteiger-Watch ebenso.

Sportenthusiasten werden sich über den GPS-Chip, den Kompass und den Echtzeit-Höhenmesser freuen. Zudem will Apple alle Sensoren so eingestellt haben, dass das automatische Sporttracking absolut akkurat funktioniert. Alle weiteren Sport- und sonstigen Features wie etwa die Händewaschen-Erkennung übernimmt die SE ohnehin aus Watch-OS 7.

Abstriche müssen aber natürlich hingenommen werden. So basiert die SE auf dem S5-Chip des Vorjahresmodells. Zudem bietet sie kein Always-On-Display und auch die EKG-Funktion ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. Der erst mit der Series 6 eingeführte SpO2-Sensor fehlt natürlich ebenso. Die Apple Watch SE kann sogar die Smartwatch für den Nachwuchs sein. Denn mit der neuen Funktion "Family-Setup" können mehrere Apple-Watches über ein einziges iPhone konfiguriert und verwaltet werden. Die Kids brauchen also kein eigenes iPhone, können aber dennoch via WLAN sogar Messaging mit ihrer Watch betreiben.

Die Apple Watch SE (GPS) kostet in der kleineren Version mit 40 Millimeter Gehäusemaß rund 291 Euro. Die entsprechende LTE-Variante geht für rund 340 Euro über die Ladentheke. Mit einem Gehäusemaß von 44 Millimetern beginnt die Apple Watch SE bei rund 321 Euro, die LTE-Version kostet dann rund 370 Euro. Bei den Gehäusefarben hat man die Wahl zwischen einem dezenten Goldton, Silber und dem bekannten Space Gray, einem dunklen Grau.

 

Die Apple Watch SE kann zwar mit einer Vielzahl von preisrelevanten Armbandvarianten konfiguriert werden. Das Gehäuse ist indes stets aus Aluminium. Andere Metalle bietet Apple für die SE nicht an.

 

Ab sofort sind die Updates von iOS 14, iPadOS, tvOS und macOS verfügbar. iOS 14 ist also ab sofort für iPhones verfügbar.

 

Auf dem gestreamten Event hat Apple auch zwei neue iPads vorgestellt. Zunächst wird das günstige iPad 7 durch das iPad 8 ersetzt. Es bringt als Prozessor einen A12 Bionic mit 6-CPU- und 4-GPU-Kernen mit. Er soll laut Apple 40 Prozent schneller geworden sein. Erstmals steckt eine Neural Engine in einem einfachen iPad (ohne Air oder Pro). Geblieben ist es bei der Unterstützung des Apple Pencil 1. Das iPad 8 ist ab 18.09.2020 verfügbar und kostet in der einfachsten Version 369 Euro. Mit SIM-Karten-Steckplatz werden mindestens 505 Euro fällig. Erhältlich ist es in den Farben Silber, Space Grau und Gold in Speicherausstattungen mit 32 GByte oder 128 GByte. Ein Full-Size-Smart-Keyboard dazu kostet 174,50 Euro und ist auch mit deutschem Layout zu haben.

Apple hat außerdem das iPad Air 4 einer radikalen Neugestaltung nach Vorbild des iPad Pro mit kantigem Rahmen unterzogen. Das Retina-Display ist nun 10,9 statt 10,5 Zoll groß und reicht fast bis an den Rand des Gehäuses. Es stellt 2360 mal 1640 Pixel dar, also 3,8 Millionen Bildpunkte.

Ein USB-C- ersetzt den Lightning-Anschluss. Anders als beim iPad Pro gibt es aber keine Gesichtserkennung (Face ID), sondern es bleibt bei dem Fingerabdruck-Scanner (Touch ID). Der sitzt jedoch nicht mehr im Home Button unterhalb des Displays, sondern ist in die Standby-Taste am oberen Gehäuserand gewandert. Statt des A12 Bionic kommt nun der A14 Bionic zum Einsatz, der ebenfalls sechs CPU- und vier GPU besitzt und um 40 Prozent schneller sein soll als der Vorgänger. Die Neural Engine bringt 16 Kerne mit. Das iPad Air 4 ist damit dem aktuellen iPad Pro leistungsmäßig vermutlich deutlich überlegen.

Neu ist die Unterstützung des Apple Pencil 2. Die rückseitige Kamera hat nun 12 Megapixel, die vordere FaceTime-Kamera immerhin 7 MP. Gigabit-LTE wurde laut Apple um 60 Prozent schneller. Weiterhin gibt es WLAN-6 und die zweite, rein elektronische Mobilfunkverbindung (eSIM). Der LiDAR-Scanner zum Erfassen von 3D-Rauminhalten bleibt dem iPad Pro vorbehalten. Außerdem bringt das iPad Air nur zwei (im Querformat angeordnete) und nicht vier Lautsprecher mit. ProMotion, also Bildwiederholfrequenzen bis 120 Hz, gibt es auch nicht beim Air, sondern nur beim iPad Pro. Die Abmessungen zwischen Pro 11 und Air 4 sind fast identisch, das Air ist lediglich 0,2 mm dicker.

 

Erhältlich ist das iPad Air 4 ab Oktober in den fünf Farben Silber, Space Grau, Roségold, Grün und Sky Blau ab 632 Euro. Mit SIM-Karten-Slot liegt der Preis bei 769 Euro. 256 statt 64 GByte Flash kosten rund 166 Euro mehr. Das Magic Keyboard für das iPad Air schlägt mit 330 Euro zu Buche, das Smart Keyboard Folio mit 193 Euro, beide gibt es auch mit deutschem Layout.

 

Das bisherige iPad Air 3 mit 10,5-Zoll-Display, A12-Bionic-Chip, 8-MP-Kamera, Lightning-Anschluss und Pencil-1-Unterstützung kostete vor der Mehrwertsteuersenkung mit 64 GByte Flash 549 Euro, mit 256 GByte waren es 719 Euro. Mit SIM-Kartenslot wurden 689 und 859 Euro fällig. Die neuen iPads kommen bereits mit iPadOS 14, das ab sofort für alle zum kostenlosen Download erscheinen soll – zusammen mit iOS 14 für das iPhone.

 

Apple will sich mit neuen Abo-Angeboten stärker im Alltag der Nutzer seiner Geräte verankern. Der iPhone-Konzern bündelt dafür erstmals mehrere Dienste in günstigeren Paketen und steigt auch ins Geschäft mit Online-Trainings ein. Bei seiner erfolgreichen Computer-Uhr verstärkt Apple zugleich den Fokus auf Gesundheit und Fitness.

 

Das Kombi-Abo Apple One hat mehrere Preisstufen, wie Apple bei einer Online-Präsentation am Dienstag ankündigte. Dass der Konzern darin seine Musik-, Video- und Spiele-Angebote zusammenführt, könnte das Streaming-Geschäft insgesamt stärker in diese Richtung drängen - nachdem bereits Amazon mit seinem Prime-Service auf ein ähnliches Modell setzt.

Es war auch beim Septembertreffen wieder spannend und die Teilnehmer sind auch diesmal wieder mit jeder Menge neuer Informationen am Ende des Abends nach Hause gegangen.

Jetzt steht die Fototour "Mannheim bei Nacht" an, die von der Teilnehmerzahl bereits ausgebucht ist. Die Bilder hierzu gibt es natürlich auf dieser Seite. Das nächste reguläre Treffen findet am 21.10.2020 statt.

Viele Grüße,

Peter Bartsch

PUG-Mannheim – Smartphones & More

10.09.2020

Bundesinnenministerium stuft Probealarm als Fehlschlag ein

Technisches Problem am Warntag

Am 10.09.2020 um 11 Uhr sollten Sirenen heulen, Apps warnen. Doch der Probealarm verursachte eher Verwunderung. Die Mitteilungen der Warn-Apps kamen nicht überall an. Das BBK gab Probleme zu und sprach von einer "nicht vorgesehenen zeitgleichen Auslösung".

Erstmals seit der Wiedervereinigung wurde in Deutschland an diesem Donnerstag ein bundesweiter Warntag abgehalten. Dabei sollten unterschiedliche Warnmöglichkeiten für den Katastrophenfall getestet werden, etwa Sirenen, Durchsagen per Lautsprecher, Mitteilungen über die sozialen Medien und Warn-Apps sowie digitale Werbetafeln. Doch der Warntag offenbarte vor allem deutliche Lücken bei der Alarmierung der Bevölkerung. Zum einen wurde deutlich, dass es vielerorts gar keine Sirenen mehr gibt, zum anderen kam die Gefahrenmeldung der Warn-Apps NINA und KATWARN erst mit einer guten halben Stunde Verspätung auf den Smartphones an.

Das Bundesinnenministerium stufte inzwischen den verspäteten Probealarm als Fehlschlag ein. "Die Auslösung des Probealarms am heutigen Warntag 2020 ist aufgrund eines technischen Problems fehlgeschlagen", erklärte das Ministerium. Die Vorgänge würden „umfassend aufgearbeitet“ und die Erkenntnisse bei der weiteren Entwicklung des Warnsystems berücksichtigt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hatte die amtliche Gefahrenmeldung eine halbe Stunde später als geplant verbreitet.

Der Alarm könnte eingesetzt werden bei Bränden oder dem Auftreten von radioaktiver Strahlung, aber auch bei Stromausfällen oder Erdbeben und Überschwemmungen. Auch vor Krankheitserregern wie dem Coronavirus warnt das Bundesamt über die Warn-App Nina bei besonderen Situationen. Andere Warn-Apps sind Biwapp (Bürger Info- und Warn-App), Katwarn sowie diverse regionale Angebote.

In Berlin, so viel war schon im Vorfeld klar, würde es still bleiben, schrieb der "Tagesspiegel". Seit den 90ern gibt es in der Hauptstadt keine Zivilschutzsirenen mehr. Der Grund: Berlin ist zu dicht besiedelt. Vor Gefahren könne nicht genau genug gewarnt werden, so die Senatsinnenverwaltung. Eine Sirene aus dem Stadtteil Berlin-Kreuzberg höre man auch im benachbarten Berlin-Schöneberg.

Auch anderswo blieb es still, einige Twitter-Nutzer zeigten sich enttäuscht. Ihr Humor kam an. Auch die Warn-Apps der Handys schienen oftmals keine Warnung anzuzeigen.

Die Warn-App Nina meldete sich in Berlin, wenn überhaupt, 30 Minuten zu spät, bei der App Katwarn kam die Meldung für Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls erst 30 Minuten später.

Bei vielen Nutzern meldete sich Nina gar nicht. "Wir wissen, dass es teilweise geklappt hat", sagte eine Sprecherin des BBK. Teilweise sei es aber auch zu einer Überlastung des modularen Warnsystems gekommen.

Auch vorhandene Sirenen blieben laut Berichten auf Twitter oft still. Verwunderung gab es etwa in einigen bayerischen Orten. Für München erklärte ein Feuerwehrsprecher, es gebe in der Landeshauptstadt seit vielen Jahren gar keine Sirenen mehr. Auch in Mecklenburg-Vorpommern war es vielerorts still, so in Rostock, Schwerin und Neubrandenburg, da die Sirenen nach 1990 abgebaut worden waren. In Brandenburg waren in Frankfurt (Oder), Cottbus und an einigen Stellen Potsdams Sirenen zu hören.

In Thüringen schwiegen vielerorts die Sirenen, auch bei der Warn-App Nina kam die Gefahrenmeldung erst mit einer halben Stunde Verspätung auf den Smartphones an. Immerhin warnte die Thüringer Polizei um 11 Uhr via Twitter. In Sachsen blieb es in Dresden und Leipzig still.

Die Entwarnung bei den Apps, die eigentlich um 11.20 Uhr kommen sollte, kam erst nach 11.40 Uhr. Bei mehreren Fernsehsendern wurde die Probewarnung als Lauftext eingeblendet. Künftig ist der Warntag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September geplant.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe räumte inzwischen Probleme bei der Verbreitung des Probealarms ein. Die bundesweite Meldung habe wegen der "nicht vorgesehenen zeitgleichen Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen" nur verspätet zugestellt werden können, teilte das BBK auf Twitter mit. Denn das im Vorfeld besprochene Auslösekonzept habe „eine reine Auslösung durch den Bund“ und nicht durch Länder und Kommunen vorgesehen. Dies liefere „wichtige Erkenntnisse für den Ausbau“ des Meldesystems.

Die Deutschen seien mit dem Thema bisher nicht sehr vertraut

"Es geht nicht darum, Angst und Hysterie zu schüren", sagte BBK-Präsident Christoph Unger zu der Existenz des Warntags. „Das wäre kontraproduktiv.“ Man dürfe die Bevölkerung aber auch nicht einlullen. Fakt sei, dass die Deutschen mit dem Thema bisher nicht sehr vertraut seien, und das berge Risiken. Man solle zum Beispiel auch immer für ein paar Tage Vorräte im Haus haben.

"Unser Ziel ist vor allem auch, dass man über das Thema nachdenkt", sagte Unger. "Wir haben es erlebt bei einem Warntag in Nordrhein-Westfalen, dass sich Kinder in Schulen, in Kindergärten mit der Thematik befasst haben. Dadurch schaffen wir eine gewisse Sensibilität, und das ist uns wichtig."

Flüchtlingshelfer baten darum, Kriegsflüchtlinge etwa aus Syrien vorab über die Aktion zu informieren: Das Heulen der Sirenen könne bei ihnen traumatische Erinnerungen etwa an Bombardierungen wachrufen. Alte Menschen kennen das Sirenengeheul mitunter noch aus ihrer Kinderzeit während des Zweiten Weltkriegs. Auch während des Kalten Krieges in den 70er- und 80er-Jahren heulten in der Bundesrepublik regelmäßig die Sirenen. Seit dem Mauerfall sind die Sirenen allerdings in vielen Regionen abgebaut worden.

Psychologe warnt vor Folgen

An diesem Punkt setzt auch die Kritik des Psychologen Andreas Hamburger von der International Psychoanalytic University Berlin an, der nichts von dem Einsatz von Sirenen hält.

"Die Menschen, die selber noch als Kinder Luftangriffe erlebt haben, sei es in Deutschland im Krieg, seien es Geflüchtete, die aus Kriegssituationen kommen, werden ganz unmittelbar und sehr intensiv mit Gefühlen von Panik auf solche Signale reagieren. Sodass man sich schon die Frage stellen muss oder sollte: Ist es notwendig, und welchem wirklichen Zweck dient es denn, diese Reflexe bei Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben, zu triggern?", sagte er.

Er erinnere sich aus seiner Kindheit selbst noch an die Luftschutzübungen des Kalten Krieges, die ihm immer einen Schauder über den Rücken gejagt hätten. "Ich verstehe nicht ganz, warum man diese Inszenierung braucht, jetzt so die gute alte Luftschutzsirene wieder auszumotten, denn heutzutage gibt es natürlich wesentlich effizientere und auch geräuschärmere Formen."

In einem Jahr am 09.09.2021 findet der nächste bundesweite Warntag statt, vielleicht klappt es ja dann besser.

Viele Grüße,

Peter Bartsch

PUG-Mannheim – Smartphones & More

Textquelle: dpa/welt

06.09.2020

Warntag 2020 – Was passiert am 10. September 2020?

Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung findet am 10. September 2020 ein bundesweiter Warntag statt. Doch was passiert an diesem Tag genau ?

 Was ist der Warntag 2020?

Der Warntag 2020 ist ein Aktionstag von Bund und Ländern. An ihm sollen in ganz Deutschland sämtliche Warnmittel erprobt werden. Das heißt, überall in Deutschland werden am Warntag Sirenen oder Lautsprecherwagen ertönen. Dazu kommen weitere Warnungen.

Der Bund greift dazu auf sein "Modulares Warnsystem" (MoWaS) zurück. An dieses System sind sogenannte Warnmultiplikatoren angeschlossen, zum Beispiel Radiosender und App-Server. Diese versenden die Probewarnung in ihren Programmen bzw. an die Endgeräte (Apps, Radios etc.). Das heißt, Radio- und Fernsehsender werden beispielsweise Ihre Sendungen unterbrechen.

Parallel dazu werden Warnmittel auf kommunaler Ebene ausgelöst, wie beispielsweise Sirenen an Feuerwehrstationen oder Lautsprecherwagen.

Wann findet der Warntag 2020 statt?

Der Warntag bzw. die Warnsignale starten am 10. September 2020 um 11:00 Uhr. Zeitgleich in allen Landkreisen und Kommunen werden Warnmittel wie Sirenen zu einem Probealarm ausgelöst.

In Zukunft soll der Warntag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September durchgeführt werden.

Warum gibt es den Warntag?

Der Warntag 2020 hat verschiedene Ziele:

  • Die Bevölkerung soll für das Thema Warnung sensibilisiert werden.
  • Funktion und Ablauf der Warnung sollen besser verständlich gemacht werden.
  • Es soll auf die verfügbaren Warnmittel aufmerksam gemacht werden.
  • Bundesweit einheitliche Sirenensignale sollen bekannter werden.

Dies soll das Wissen über Warnungen in Notlagen verbessern und der Bevölkerung helfen, die Selbstschutzfähigkeit zu erhöhen.

Wie kann man sich auf den Warntag 2020 vorbereiten?

Es ist nicht notwendig, sich auf den bundesweiten Warntag vorzubereiten. Bei Interesse können Sie sich bei Ihrer Kommune erkundigen, welche Warnmittel ausgelöst werden. Damit es nicht zu Angst oder Verunsicherung kommt, können Sie auch Angehörige und Freunde informieren.

Dennoch empfehlen wir seitens der PUG-Mannheim die Warn-Apps "Katwarn" und "NINA" auf den Smartphones zu installieren und einmal entsprechend durch die Einstellungen zu gehen, damit diese Apps nicht nur für den Warntag, sondern allzeit betriebsbereit sind. Die Apps sind kostenlos in den App-Stores downloadbar.

 
KATWARN-Logo                                                             NINA-Logo

Katwarn-Downloadlink

NINA-Downloadlink

In welchen Fällen muss die Bevölkerung gewarnt werden?

Es gibt verschiedene Szenarien, in denen die Bevölkerung gewarnt wird, dazu gehören:

  • Naturgefahren wie Hochwasser, Überschwemmungen, Lawinengefahr, Erdbeben oder Sonnenstürme. Oftmals gibt es genügend Zeit, um die Bevölkerung zu warnen, in anderen Fällen muss die Warnung sehr plötzlich erfolgen, damit die Menschen sich schützen können.
  • Gefährliche Wetterlagen wie schwere Stürme, Schnee- oder Regenfälle, Sturmfluten sowie Hitze- und Kältewellen und mehr. Manche Stürme wie Tornados entwickeln sich innerhalb von nur wenigen Minuten und verlangen eine schnelle Warnung der Bevölkerung.
  • Waffengewalt und Angriffe. Diese Ereignisse sind zwar selten, aber hier zählt jede Minute. Unter dieses Szenario können auch Cyber-Angriffe fallen. Hier sind rasche Warnungen und präzise Empfehlungen zum Schutz unerlässlich.
  • Chemie-Unfälle in Industriebetrieben. Unternehmen, die mit chemischen Stoffen arbeiten, müssen sich an strenge Vorschriften halten. Dennoch kann es zu Unfällen kommen, bei denen die Bevölkerung sofort gewarnt werden muss.
  • Ausbreitung von Krankheitserregern. Nicht nur die Ausbreitung von COVID-19 hat gezeigt, dass die Information der Bevölkerung sehr wichtig ist. Bakterien, Viren, Pilze oder auch biologische Gifte können zu Epidemien oder Pandemien führen, in denen die Menschen schnell konkrete Hinweise zum Selbstschutz benötigen.
  • Radioaktive Strahlung. Durch einen Unfall in einem Kernkraftwerk oder durch einen Angriff mit Nuklearwaffen kann lebensgefährliche Radioaktivität freigesetzt werden. Die Warnungen in solchen Fällen müssen verlässlich, transparent und vor allem schnell herausgegeben werden.

Hinzu kommen Warnungen bei Verkehrsstörungen, Feuer oder wenn beispielsweise die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser oder Wärme ausfällt. Natürlich erfordern nicht alle Szenarien beispielsweise den Einsatz von Sirenen. Beim Warntag geht es vielmehr darum, darauf aufmerksam zu machen, welche Warnmöglichkeiten es gibt und wie Warnungen im Ernstfall ablaufen könnten. Während der Corona-Pandemie kamen in einigen Kommunen beispielsweise schon Lautsprecherwagen zum Einsatz.

Was bedeuten die Sirenentöne?

Grundsätzlich werden zwei verschiedene Sirenentöne unterschieden:

  • Im Falle einer Warnung ertönt ein einminütiger Heulton, der auf- und abschwellt.
  • Zur Entwarnung wird ein einminütiger Dauerton verwendet.

Die Sirenentöne sind bundesweit einheitlich. Sie können sich bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung über den Einsatz von Sirenen und die entsprechende Bedeutung informieren.

Wer organisiert den Warntag 2020?

Zuständig für den bundesweiten Warntag sind Bund und Länder. Auf Bundesebene ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verantwortlich, auf Länderebene die Innenministerien und auf der kommunalen Ebene die jeweilige für den Katastrophenschutz zuständige Behörde.

Mehr Informationen zum bundesweiten Warntag

Weitere Informationen zum Warntag 2020 finden Sie auf den folgenden Seiten:

Also, am 10.09.2020 zwischen 11:00 Uhr und 11:20 Uhr werden wir sehen, wie gut unsere Warnsysteme funktionieren.

Und Ihr seid jetzt bestens informiert, nicht dass es Euch geht wie den beiden Experten :-):


Viele Grüße,

Peter Bartsch

PUG-Mannheim – Smartphones & More

Textnachweis: Katrin Klingschat, Stuittgarter Zeitung; Bildquellen: BBK, Roth-Cartoon