Du suchtest schon immer ein Forum, um Dich über "Smartphones & More" auszutauschen, Dich über Neuigkeiten im Hard- und Softwarebereich, oder über Smartphones allgemein zu informieren ?

Dann bist Du bei uns richtig:

Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS und Android, aber bei Bedarf auch immer noch um PalmOS, webOS, Windows Mobile / Windows Phone, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Die PUG-Mannheim – Smartphones & More erläutert verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigt, welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern. Die Teilnehmer helfen aber auch bei der Geräteauswahl inkl. Kaufberatung, bei Geräteeinstellungen, Geräteinstallationen und Problemen rund um das Thema "mobile Computing" und kennen auch immer aktuell die besten und günstigsten Smartphonetarife.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband).

Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Sei dabei und mach' mit.

Termin vormerken

Nächstes Treffen: Mittwoch, 15.07.2020 ab 18:00 Uhr --- Restaurant "Lieblingsplatz" im Hotel Weber, Frankenthaler Straße 85, 68307 Mannheim-Sandhofen unter Beachtung der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften.

18.06.2020

239. Treffen der PUG-Mannheim am 17.06.2020

Am 17.06.2020 fand das 239. Treffen der PUG-Mannheim – Smartphones & More statt und es fanden sich bei schwülwarmem Gewitterwetter 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im "Lieblingsplatz" ein, um sich wieder topaktuell zu informieren und sich mit Gleichgesinnten rund um das Thema "Smartphones & More" zu informieren.

Topaktuell war auch dann gleich das erste Schwerpunkthema im wahrsten Wortsinn, nachdem wir die Köstlichkeiten der Lieblingsplatz-Küche bei einem heftigen Unwetter mit Starkregen unter Beobachtung unserer Wetter-Apps verkostet haben. Wir widmeten uns der am Vortag unseres Juni-Treffens erschienenen Corona Warn-App und versuchten auf alle Fragen eine Antwort zu finden.

Die Corona-Warn-App hilft uns festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können wir Infektionsketten schneller unterbrechen. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung, deren Download und Nutzung sind vollkommen freiwillig. Die kostenlose Corona-Warn-App hilft, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Sie macht das Smartphone praktisch zum Warnsystem. Die App informiert uns, wenn wir Kontakt mit nachweislich Corona-positiv getesteten Personen hatten. Sie schützt uns und unsere Mitmenschen und unsere Privatsphäre.

Das Prinzip hinter der Corona-Warn-App ist einfach: Je mehr Leute sie nutzen, desto schneller lassen sich Infektionsketten unterbrechen. Damit die App ein Erfolg wird, braucht es tatkräftige Unterstützung – von Institutionen, Unternehmen, aber auch von Einzelnen, die möglichst viele Menschen erreichen.

Ganz nach dem Motto: Niemand muss, aber jeder sollte – die Corona Warn-App nutzen.

Viele Fragen und viele Antworten sind auf dieser Seite weiter unten zu finden, im Corona-Post vom 16.06.2020.

Unser zweites Schwerpunktthema war dann der Messenger "Signal", der vor kurzem unseren Threema-PUG-Chat abgelöst hat.

WhatsApp ist weiter auf dem Vormarsch: Vor wenigen Wochen gab der Messenger bekannt, die Marke von zwei Milliarden Nutzern weltweit geknackt zu haben. Der Dienst ist so populär wie nie zuvor, aber nicht sehr beliebt, das hat man auch klar und deutlich bei einigen Mitgliedern der PUG-Mannheim gemerkt. Denn der Marktführer gehört zum Facebook-Konzern - und dessen Geschäftsmodell basiert darauf, so viel wie möglich über seine Nutzer zu erfahren, um gezielter Werbung schalten zu können. Zwar verschlüsselt WhatsApp seine Chats, trotzdem erfährt der Konzern bei jedem Klick mehr über uns, als wir denken.

Dass so viele Nutzer WhatsApp dennoch die Treue halte, hat zwei Gründe. Erstens: Fast jeder ist dort angemeldet, ob Freunde, Kollegen oder die Kumpels vom Fußballverein. Zweitens: Es ist bequemer, bei einem Dienst zu bleiben, als sich aktiv eine Alternative suchen zu müssen. Dabei gibt es gute und deutlich sicherere Dienste.

Fragt man Sicherheitsexperten, welchen Messenger sie empfehlen, ist die Antwort meist stets dieselbe: Signal. "Der Messenger ist die erste Wahl für jeden, der wegen Datenschutzbedenken weg von WhatsApp will", erklären IT-Experten. "Es gilt als der derzeit ­sicherste Messenger und steht glaubwürdig für Privatsphäre ein."

Mit einem kompromisslosen Fokus auf Sicherheit und Privatsphäre hat Signal zuletzt merklich Fahrt aufgenommen. Die Zahl der User steigt, auch die Entwicklung schreitet erheblich flotter voran – ironischerweise dank einer Finanzspritze von WhatsApp-Mitgründer Brian Acton. Und bei den Usern in der PUG-Mannheim spielt das Thema Sicherheit eine sehr große Rolle.

Signal ist ein freier, verschlüsselnder Messenger. Er ist vor allem für seine Datensparsamkeit und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bekannt und wird daher immer wieder von Sicherheitsexperten und Datenschutzorganisationen empfohlen.

Signal wurde von einer gemeinnützigen Stiftung entwickelt, die sich aus Spendengeldern finanziert. Viele Experten halten Signal für den sichersten Kurznachrichten-Dienst überhaupt: Der Quellcode ist öffentlich verfügbar (Open Source) und damit für jeden einsehbar. Etwaige Schnüffelfunktionen und Sicherheitslücken würden also sofort entdeckt. Bei Signal sind auch die Gruppenchats vor fremden Blicken geschützt. Weder der Anbieter noch irgendjemand sonst kann mitlesen oder -hören.

Trotz des starken Fokus auf Privatsphäre bleibt Signal bislang aber ein Nischenprodukt. Das könnte sich jedoch bald ändern: Weil WhatsApp-Gründer Brian Acton 50 Millionen US-Dollar gespendet hat (die er mit dem Verkauf von WhatsApp an Facebook verdient hat), konnte Signal die Zahl der Entwickler von drei auf 20 mehr als versechsfachen.

Das sieht man der App mittlerweile an. Jahrelang beschränkte sich der Funktionsumfang auf Basis-Features, nun gibt es auch Kapazitäten für verspielte Funktionen wie Sticker, Emoji-Reaktionen oder selbstzerstörende Bilder. Auch Gruppenchats sind mittlerweile möglich – das war letztendlich auch das "Go", Signal als Gruppenchat für die PUG-Mannheim zu verwenden, ohne die aufwendigen Backup- & Restorepraktiken von Threema, die meist schief gingen und manchen Nutzer an den Rand des Wahnsinns trieben. Und beim Juni-Treffen widmeten wir uns sehr ausführlich allen Details dieses Messengers.

Brian Acton fungiert jedoch nicht nur als Financier, sondern auch als Vorsitzender der Stiftung. Und er hat ambitionierte Ziele: Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll Signal mehr als eine Milliarde Nutzer haben. Wie viele den Dienst derzeit nutzen, ist nicht bekannt. In Googles Play Store ist lediglich ersichtlich, dass die App mehr als zehn Millionen Mal heruntergeladen wurde, allerdings darf man nicht jeden Download mit einem Nutzer gleichsetzen.

Acton ist überzeugt davon, dass Signal erst durch "Bereicherungs-Features" wie Emoji-Reaktionen der Durchbruch in der Masse gelingen kann. Sein Plan: Er will die Eingängigkeit von Diensten wie WhatsApp, iMessage oder dem Facebook Messenger adaptieren, aber gleichzeitig vertrauenswürdig bleiben und praktisch keine Benutzerdaten sammeln. "Das ist nicht nur für hyperparanoide Sicherheitsforscher, sondern für die breite Masse", sagt Acton. "Das ist etwas für jeden auf der Welt."

Wie dieser Spagat gelingt, wird an der Sticker-Funktion deutlich. Diese Funktion, bei der im Grunde nur online verfügbare Bildchen in den Chat gepostet werden, bietet im Grunde jeder Messenger. Signal hat sie aber so implementiert, dass dabei keine Metadaten gesammelt werden, also nicht nachvollziehbar ist, wer etwa welche Sticker nutzt.

Ebenfalls in der Entwicklung ist eine experimentelle Methode, um verschlüsselt Kontakte in der Cloud speichern zu können. Damit soll endlich einer der größten Kritikpunkte ausgemerzt werden: Man kann Signal nicht ohne Rufnummer verwenden. Noch.

Signals größte Konkurrenz unter den WhatsApp-Alternativen ist Telegram. Entwickelt wurde der Dienst, der mittlerweile mehr als 400 Millionen Nutzer hat, von den russischen Brüdern Pavel und Nikolai Durov, die zuvor bereits mit dem russischen Facebook-Pendant VKontakte für Aufsehen sorgten. Mittlerweile befindet sich der Unternehmenssitz in Dubai.

Signal ist ­übersichtlich gestaltet und funktioniert ebenfalls cloudbasiert, also auf mehreren Geräten.

Zur Umsetzung der Datensparsamkeit dient das "Zero-Knowledge-Prinzip": Dabei sollen Betreiber keinerlei Informationen darüber haben, wer wann mit wem worüber redet. Technisch wird dieses Ziel durch mehrere Funktionen realisiert:

  • Der Nachrichteninhalt kann aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung weder von den Betreibern noch von Dritten eingesehen werden.
  • Das Telefonbuch der Nutzer wird nicht im Klartext auf die Server der Betreiber geladen. Stattdessen werden nur Hash-Werte der Nummern abgeglichen. Dieser Prozess soll zukünftig außerdem durch eine zweite Verschlüsselungsschicht abgeschirmt werden.
  • Da Signal vor dem Abschicken einer Nachricht die Absenderadresse verschlüsselt, kann selbst beim Abgreifen der ausgetauschten Nachrichten nicht rekonstruiert werden, wer mit wem kommuniziert.
  • Die Nutzerprofile, bestehend aus Name und Foto, sind verschlüsselt und daher nicht für die Betreiber einsehbar, sondern nur von den Gesprächspartnern selbst.

Auch die Übertragungs- & Lesebestätigungen sind bei Signal vorhanden: Ein einzelnes Häkchen zeigt an, dass die Nachricht vom Signal-Server empfangen wurde. Zwei Häkchen bedeutet, dass es an den Empfänger geliefert wurde. Wenn diese beiden Häkchen "gefüllt" sind, bedeutet dies, dass der Empfänger die Nachricht gelesen hat.

Die kostenfreie Signal-App ist für Android und iOS verfügbar, die Desktop-Version für Windows, macOS und Linux, eine Web-Version gibt es nicht. Die Desktop-Version setzt eine Installation auf einem Smartphone voraus. Für die Verschlüsselung von Nachrichten kommt das freie Signal-Protokoll zum Einsatz, das von Sicherheitsexperten als sicher eingestuft wird. Gespräche werden ebenfalls mittels des Signal-Protokolls verschlüsselt, mit Opus codiert und mit RTP transportiert.

So ist Signal zum Threema-Ersatz für den Chat bei der PUG-Mannheim geworden.

Und natürlich wurden an diesem abwechslungsreichen PUG-Abend wieder viele kleine und größere Probleme besprochen und gelöst und das neue Smartphone von Thorsten, ein Samsung Galaxy A71 genauestens unter die Lupe genommen, alles natürlich unter absoluter Beachtung der aktuellen Kontakt- & Hygienevorschriften

Weiter geht's dann beim nächsten Treffen am 15.07.2020 und bis dahin natürlich jederzeit bei "Signal".

Viele Grüße,

 

Peter Bartsch

PUG-Mannheim – Smartphones & More

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