Du suchtest schon immer ein Forum, um Dich über "Smartphones & More" auszutauschen, Dich über Neuigkeiten im Hard- und Softwarebereich, oder über Smartphones allgemein zu informieren ?

Dann bist Du bei uns richtig:

Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS und Android, aber bei Bedarf auch immer noch um PalmOS, webOS, Windows Mobile / Windows Phone, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Die PUG-Mannheim – Smartphones & More erläutert verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigt, welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern. Die Teilnehmer helfen aber auch bei der Geräteauswahl inkl. Kaufberatung, bei Geräteeinstellungen, Geräteinstallationen und Problemen rund um das Thema "mobile Computing" und kennen auch immer aktuell die besten und günstigsten Smartphonetarife.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband).

Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Sei dabei und mach' mit.

Termin vormerken

Nächstes Treffen: Voraussichtlich am Mittwoch, 20.01.2021 ab 18:00 Uhr --- Restaurant "Lieblingsplatz" im Hotel Weber, Frankenthaler Straße 85, 68307 Mannheim-Sandhofen.

28.11.2020

Aktuelle Information

Liebe Mitglieder der PUG-Mannheim,

Ihr habt es ja am vergangenen Mittwoch bestimmt mitbekommen: Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich darauf verständigt, den November-Lockdown mit teils härteren Einschränkungen bis zunächst zum 20.12.2020 zu verlängern.

Aus diesem Grunde ist es leider nicht möglich, unsere beiden Dezembertreffen am 02.12.2020 und 16.12.2020 durchzuführen. Das tut besonders weh, ist doch das Weihnachtstreffen im Dezember für die PUG-Mannheim immer etwas ganz besonderes. Schon Mitte des Jahres hatte ich eine gute Idee für das diesjährige Weihnachtstreffen, aber nun ist es nun einmal wie es ist und wir müssen auch darauf verzichten.

Das nächste planmäßige Treffen der PUG-Mannheim – Smartphones & More findet somit am Mittwoch, den 20.01.2021 statt – unter Voraussetzung, dass dies der aktuellen Situation geschuldet möglich sein darf.

Sollte der Lockdown vor unserem planmäßigen Januartreffen beendet sein und die Gastronomie wieder öffnen dürfen, stehe ich zu meinem Wort und wir machen recht kurzfristig ein sog. "Welcome-Back-Treffen". Hierüber informiere ich über den Verteiler im PUG-Newsletter und natürlich in unseren WhatsApp-Gruppen.

Falls Ihr die Termine der PUG-Mannheim nicht sowieso schon als Terminserie (immer am dritten Mittwoch im Monat) in Eurem Kalender habt, seht Ihr nachstehend die Terminübersicht für unsere Treffen in 2021 – natürlich alles so ein bisschen unter Vorbehalt, aber irgendwann muss dieser Corona-Mist ja auch einmal wieder ein Ende haben:

  • Mittwoch, 20.01.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 17.02.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 17.03.2021 ab 18:00 Uhr
  • Sonntag, 28.03.2021 ab 15:00 Uhr PALMsonntag 2021
  • Mittwoch, 21.04.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 19.05.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 16.06.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 21.07.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 18.08.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 15.09.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 20.10.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 17.11.2021 ab 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 15.12.2021 ab 18:00 Uhr
Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Advents- und Vorweihnachtszeit, passt auf Euch auf und denkt daran, die PUG-Mannheim ist immer bei Euch – in unseren beiden WhatsApp-Gruppen findet Euer Anliegen immer ein offenes Ohr.

Bleibt gesund und munter …

Viele Grüße,

 

Peter Bartsch

PUG-Mannheim - Smartphones & More

21.11.2020

Dateien wie zu Palmzeiten beamen: Google bringt "Nearby Share" an den Start

Bei einem mehr oder weniger zufällig stattfindenden virtuellen Treffen einiger PUG-Mitglieder dieser Tage, kam das Thema zur Sprache, ob es denn eine Möglichkeit gäbe, so wie "früher" mit dem Palm Dateien einfach hin und her zu beamen.

Seit Jahren vermissen viele Android-Nutzer eine Funktion, mit der sich Dateien schnell und einfach zwischen Geräten teilen lassen. Zwar gab es immer wieder Ansätze, so etwas zu etablieren, doch an Apples Airdrop-Funktion kam nie ein Dienst heran. Oft sind die Dienste auf einzelne Smartphonehersteller begrenzt oder funktionieren nicht perfekt. Das will Google nun mit "Nearby Share" besser machen.

 


Ab sofort wird die Share-Funktion für alle Android-Nutzer verteilt. Wer nun Bilder oder Dateien über den Teilen-Button versenden möchte, findet dann eine neue Option "Nearby Share" und kann darüber die Datei einfach per Bluetooth oder WLAN verschicken. Google rollt die Funktion aber schrittweise aus, die Pixel-Modelle sowie Samsung-Geräte sind als Erstes an der Reihe. Möchte man das Feature ebenfalls gleich freischalten, kann man dazu die aktuelle Beta-Version der Google Play-Dienste installieren. Auch auf Windows soll der Dienst bald nutzbar sein - und zwar über Google Chrome.

Die Option "Nearby Share" befindet sich im Share-Menü, über das man beispielsweise auch Fotos über WhatsApp teilen kann. Bei der Ersteinrichtung lässt sich einstellen, welche Kontakte den Dienst nutzen können und wie das Gerät heißen soll.

Die Nutzung gestaltet sich einfach: Im Grunde müssen beide Android-Smartphones beieinander liegen und Bluetooth aktiviert haben. Ob diese Verbindung oder das WLAN im Anschluss genutzt wird, wird anhand der Geschwindigkeit automatisch ausgewählt. Die bevorzugte Methode lässt sich aber auch manuell festlegen. Die WLAN-Übertragung dürfte aber vor allem bei größeren Dateien die bessere Alternative sein, wenn beide Android-Smartphones im selben WLAN registriert sind.


Während Apple die AirDrop-Funktion lediglich auf eigenen Geräten anbietet, scheint Google die Sache etwas anders anzugehen. Denn wer unter Windows die Google Chrome Developer oder Canary Version öffnet und dort in der Adressleiste chrome://flags eingibt, findet unter dem Suchbegriff "Nearby Share" bereits die entsprechende Funktion.

Habt man das Flag aktiviert, kann der Dienst unter chrome://nearby gefunden werden. Allerdings befindet sich dort aktuell nur ein Beispiel von Google, wie "Nearby Sharing" aussehen soll, funktional ist die Seite noch nicht.

"Nearby Share" ist auch in den Einstellungen des Chromebooks zu finden. Daraus lässt sich ableiten, dass Googles AirDrop-Alternative plattformunabhängig funktioniert. Auch Google beschreibt das Feature in der aktuellen Canary Version als eine Sharing-Funktion zwischen verschiedenen Geräten und nennt zugleich die Plattformen macOS, Windows, Linux und ChromeOS.

Noch beschränkt sich "Nearby Share" auf Smartphones - und da auch nur auf diese, die den Dienst bereits nutzen können. Wer eine universelle Alternative sucht, die auch am PC funktioniert, sollte einen Blick auf "EasyJoin" für Android und Windows werfen. Damit lassen sich nicht nur Nachrichten zwischen Geräten austauschen und Mobile-Benachrichtigungen am PC einblenden, sondern auch Files verschicken.

Die Anbindung funktioniert über Bluetooth oder WLAN, die App ist quelloffen und überträgt sämtliche Dateien nur verschlüsselt. Die meisten Funktionen der Android-App lassen sich gratis nutzen, die knapp 14 Euro teure Pro-Version bringt außerdem Unterstützung für Telefonie, SMS sowie die Übertragung der Zwischenablage mit.

"Nearby Share" funktioniert super und erfüllt die Anforderungen eines direkten Dateienaustausch mit einem in der Nähe befindlichen Gerät zu 100%.

Viele Grüße,

 

Peter Bartsch

PUG-Mannheim - Smartphones & More

 

Bild- & Textnachweis: Samsung, Google

18.11.2020

Samsung Galaxy Watch 3

Bei Samsungs neuer Galaxy Watch 3 muss man sich nicht zwischen smart und sportlich entscheiden. Sie kann beides und misst jetzt sogar den Blutsauerstoffgehalt.

 

Samsung hat die Galaxy Watch 3 im Vergleich zum Vorgänger deutlich abge­speckt: Sie bringt nun nur noch 65 statt 80 Gramm auf die Waage, die gerade beim Laufen nicht unange­nehm am Handgelenk zerren.

 

Auch der etwas kleinere Durchmesser von 45 Millimetern (statt 46 mm bei der Galaxy Watch) wirkt sich positiv auf die Handlichkeit aus. Für zierlichere Handgelenke bieten die Koreaner zudem eine 41­Millimeter­-Version (bisher 42mm). Die Verarbeitung ist dank des Edelstahlgehäuses sehr hochwertig, wobei Samsung statt schnödem Kunststoff sogar ein Lederarmband beilegt.

 

 

Die Displaygröße leidet unter der geringeren Gehäusegröße nicht. Wie bisher bringt die kleinere Uhr ein 1,2 Zoll großes Super-Amoled-Display mit. Bei der größeren Variante steigt die Display-Größe sogar von 1,3 auf 1,4 Zoll. Während beim Vorgänger noch das härtere Gorilla Glass DX+ eingesetzt wurde, hat sich Samsung für die 2020er Generation für das weniger schlagfeste Gorilla Glass DX entschieden. Vor Kratzern schützen beide Corning-Produkte hinreichend.

 

Auch hinsichtlich des Gewichts tut sich etwas: Samsung gibt 48,2 Gramm für die 41-Millimeter-Uhr und 53,8 Gramm für die 45-Millimeter-Variante an. Der Vorgänger bringt 49 respektive 63 Gramm auf die Waage. Spürbarer ist da schon die Reduktion der Uhrtiefe: Die Watch 3 ist mit rund elf Millimetern fast zwei Millimeter dünner als die Vorgänger-Versionen. Anders als bei seinen Watch-Active-Modellen bietet Samsung für die Watch 3 keine Aluminiumgehäuse an. Sie kommt stets in Edelstahl gehüllt.

 

Bei den Farben setzt Samsung in diesem Jahr auf die Nähe zum neuen Flaggschiff-Smartphone, dem Galaxy Note 20 Ultra (Test). Erhältlich ist die Watch 3 in einem Bronze-Ton (Mystic Bronze), in Silber (Mystic Silver) und in Schwarz (Mystic Black). Der Bronze-Ton ist allerdings dem kleineren 41-Millimeter-Modell vorbehalten, das es dafür nicht in Schwarz gibt. Statt der bisherigen Silikonarmbänder erhalten die Watch-3-Modelle welche aus echtem Leder. Die passen farblich zum jeweiligen Gehäuse, dürften aber hinsichtlich der Materialwahl vielen Menschen nicht behagen.

 

 

Das Erscheinungsbild der Galaxy Watch 3 gleicht ansonsten immer noch der einer analogen Uhr. Samsung macht sich das jedoch wie­ der gekonnt mit einer drehbaren Lünette zunutze, mit der man fix durch die Menüs der Smartwatch na­vigiert. Dabei kann man das OLED­-Display natürlich auch per Touch bedienen.

 

Es hat eine Größe von 1,4 Zoll (1,2 Zoll bei der 41mm Version) mit einer feinen Auflösung von 360 x 360 Pixeln und punktet wieder einmal mit einer sehr guten Darstellungsqualität samt hoher Helligkeit. Beim Betriebssystem setzt Samsung weiterhin auf die Eigenentwicklung Tizen OS.

 

Das lässt sich zwar flüssig bedienen, hinkt Apples Watch OS oder Googles Wear OS aber bei der Auswahl von installierbaren Apps etwas hinterher. Um mobil bezahlen zu können, ist man durch das propri­etäre System zudem auf Samsung Pay angewiesen, welches aktuell noch nicht verfügbar ist, aber hierzulande sozusagen in den Startlöchern steht. 

 

Als waschechte Smartwatch bietet die Galaxy Watch 3 viele Features, damit man sein Phone auch mal in der Tasche lassen kann. So beant­wortet man Nachrichten mittels Handschrift, Tastatur oder Sprache direkt von der Uhr aus, nimmt An­rufe entgegen, hat Zugriff auf seinen Kalender, Outlook, Fotos oder spei­chert seine Spotify­-Musik zum Off­linehören.

 

Eine LTE­-Version (496 Euro) gibt es ebenfalls. Auch was Gesundheits-­ und Sportfunktionen angeht, ist man sehr gut ausgestattet: Neben dem ty­pischen Tracking von Bewegungs­daten erfasst die Uhr den Stresslevel und erstellt eine Schlafanalyse.

 

Da­bei erkennt die Galaxy Watch 3 sogar die verschiedenen Schlafzyklen und berechnet einen Schlafscore, der die Qualität des Schlafs wider­spiegelt und den man mit seiner Altersgruppe vergleichen kann.

Die integrierten Sensoren punkten obendrein mit einer guten Genauig­keit und beinhalten GPS, Pulsmes­ser und Barometer. Zudem erfasst die Uhr den Blutsauerstoffgehalt. Obendrein soll die Galaxy Watch 3 künftig nach einem Softwareupdate, welches Anfang 2021 erwartet wird, auch ein EKG erstellen und den Blutdruck messen können.

 

Ein Manko hat der Funktionsum­fang: Er kostet Akkulaufzeit. Im Be­nachrichtigungsmodus beträgt diese mit 36 Stunden rund zwei Tage. Sport zeichnet man knapp sechs Stunden auf. Geladen wird dann wie beim Phone kabellos per Qi.

 

Insge­samt bekommt man mit der Galaxy Watch 3 eine sehr starke Smart­watch, die sich auch als Fitness­tracker eignet.

 

Das Telefonieren mit der Galaxy Watch 3 funktioniert gut. Eingehende Anrufe können per Dreh an der Lünette oder per Wisch über das Display entgegengenommen werden. Die Sprachqualität ist in Ordnung und auch der Anrufer ist über den eingebauten Lautsprecher gut verständlich.

 

Benachrichtigungen werden über das verbundene Smartphone – ich verwende ein Samsung Galaxy S20 Plus – nahezu verzögerungsfrei durchgereicht. Auf der Uhr ist dann die Beantwortung per Tastatur, per Scribble mit dem Finger oder per Emoji-Auswahl möglich. Eine Reihe vorgefertigter Antworttexte wie "Okay" oder "Kann gerade nicht sprechen" erlauben schnelles und rationelles Antworten.

 

Wer nun also eine moderne Uhr sucht, die möglichst optimal zu seinem Samsung-Smartphone passt und dabei im Grunde nur Telefonie, Benachrichtigungen und Messungen wie die des Pulses außerhalb sportlicher Aktivitäten nebst Schritten und Höhenmetern nutzen will, der könnte sich mit einiger Berechtigung in das neue Wearable der Südkoreaner verlieben. Wertig verarbeitet ist es schließlich. Es gibt zudem viele, sehr viele Watchfaces, selbst für die ulkigsten Geschmäcker ist etwas dabei, und ihr habt sogar die Möglichkeit, eigene Ziffernblätter zu bauen.

Per Spotify auf der Uhr und mit Bluetooth-Kopfhörern wie den Galaxy Buds Live können dann in der Mittagspause die Lieblingssongs gehört werden, sofern diese zuvor auf die Uhr heruntergeladen worden sind. Viele weitere Apps stehen über den App-Store des Herstellers zur Verfügung. Hier könnt ihr euch lange mit dem Stöbern und Ausprobieren beschäftigen. Auch der Akku wird euch bei dieser Art der Nutzung nicht allzu viel Ärger bereiten.

 

Wer eine Samsung-Watch kennt, kennt sie alle. Die Bedienung des Tizen-Betriebssystems auf der Uhr gestaltet sich mühelos wie eh und je. Die vor Jahren eingeführte Drehlünette des Flaggschiffs sorgt für eine fast intuitive Handhabung ohne größere Lernkurven oder Schwellen. Der Touchscreen reagiert flüssig und sensibel auf Berührung. Die jetzt runden Bedienelemente auf der rechten Seite des Gehäuses bieten einen spürbaren Druckpunkt.

 

Die Uhr wirkt insgesamt wie aus einem Guss. Das Konzept ist stimmig. Stimmiger auf jeden Fall als das Konzept einer Wear-OS-Uhr, bei der die diversen Uhrenhersteller das Google-Betriebssystem mehr oder weniger gelungen auf ihre Hardware geschneidert haben. Hier ist die Galaxy Watch 3 der Apple Watch absolut ebenbürtig.

Samsung hat nun im Spätjahr 2020 eine neue Variante seiner Smartwatch präsentiert. Das neue Modell ist technisch identisch zu den bisher verfügbaren Geräten, hat aber ein Gehäuse aus einer Titanlegierung. Die im August 2020 präsentierten Modelle sind aus Edelstahl.  

 


Die Titan-Smartwatch ist schwarz und hat ein passendes, ebenfalls schwarzes Armband. Dieses ist nicht aus Titan, sondern aus Edelstahl. Es soll von der Textur her aber zum Rest der Uhr passen, wie Samsung schreibt. Titan hat unter anderem den Vorteil, dass es deutlich leichter als Edelstahl ist.

Wie die anderen Modelle der Galaxy Watch 3 hat auch die Titanvariante eine drehbare Lünette, auch der Rest der Hardware ist identisch mit dem ursprünglichen 45-mm-Gerät. In 41 mm wird es die Titanuhr nicht geben.

In den Smartwatch-Bestenlisten belegt die Galaxy Watch 3 aktuell meist Platz 1 oder 2 und konkurriert ausnahmslos direkt mit der Apple-Watch. Das Wearable hat aber auch seinen Preis. Zur Markteinführung mussten Käufer, je nach Größe und LTE-Ausstattung, zwischen 418 und 496 Euro für die Smartwatch auf den Tresen legen. Die edlere Titan-Version startete sogar bei 633 Euro, mittlerweile (Stand: 18.11.2020) haben die Preise um etwa 20% nachgegeben.

 

Viele Grüße,

 

Peter Bartsch

PUG-Mannheim-Smartphones & More

 

Bild- & Textnachweis: Samsung, connect

15.11.2020

Neues Entrümpelungs-Tool für WhatsApp

Weil in WhatsApp oft zahllose Dateien schlummern, die man gar nicht mehr braucht, will der Messenger seinen Nutzerinnen und Nutzern das Entrümpeln erleichtern. Eine neue Speicherverwaltung soll dabei helfen, die Messenger-Inhalte prüfen, sortieren und löschen zu können, wie die Facebook-Tochter mitteilt.

WhatsApp soll deshalb große Dateien, Videos, Fotos oder Audio-Files, die schon mehrfach weitergeleitet worden sind, in einem Papierkorb ablegen - sortiert in absteigender Reihenfolge nach Größe. Dort kann man eine Vorschau der Dateien ansehen und schließlich mehrere Elemente gleichzeitig auswählen, um diese zu löschen.

Die neue Speicherverwaltung, die im Laufe der Woche weltweit verfügbar sein soll, findet sich unter "Einstellungen/Daten- und Speichernutzung/Speichernutzung". Details zur Funktionsweise gibt es in einem Erklärvideo, das WhatsApp bei Youtube veröffentlicht hat.

 
 
 
Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More
 
Quellennachweis: dpa, Facebook/WhatsApp, YouTube, Google Play Store

14.11.2020

Richtiger Umgang mit Apps - App-Berechtigungen richtig vergeben

Kaum eine App kommt ohne "Berechtigungen" aus. In diesem Beitrag wird erklärt, was hinter den App-Rechten steckt, bei welchen man besser Vorsicht walten lässt und wie man allzu neugierigen Apps Einhalt gebietet.

Eine App fordert oft Berechtigungen für alles mögliche, doch wo ist es sinnvoll Zugriff zu erlauben und wo nicht?

 


Smartphones ohne Apps wären wie Autos ohne Reifen: unvollständig. Unter unseren Fingern verrichten im Schnitt 30 verschiedene Apps pro Monat ihren Dienst. Nur die Fantasie vermag ihrer Funktionsvielfalt Grenzen zu setzen – und Androids App-Berechtigungen. Viele Anwendungen sind kostenlos verfügbar, denn die wenigsten Nutzer sind bereit, Geld für eine App auszugeben. Die Entwicklung ist natürlich nicht kostenlos. So zahlen wir bei Gratis-Apps häufig auf andere Weise: mit Werbung oder unseren persönlichen Daten. Durch vorschnell gewährte App-Berechtigungen können diese leicht in falsche Hände gelangen. Wer will schon, dass eine Anwendung seinen Terminkalender oder die Kontakte scannt? Außer natürlich, dies gehört zwingend zum Funktionsumfang. 

 

Was sind App-Berechtigungen?

Unter Android wird jede App standardmäßig vom System und anderen Apps isoliert ausgeführt. Möchte die Anwendung auf Daten und Funktionen außerhalb dieses Bereichs zugreifen, benötigt sie die Erlaubnis des Systems. Hier kommen die Berechtigungen zum Tragen. Android unterscheidet dabei zwischen "normalen" nicht zustimmungspflichtigen und "gefährlichen" zustimmungspflichtigen Berechtigungen. Diese gehören jeweils einer Berechtigungsgruppe an. 

 

Installieren wir eine App, wird ihr automatisch ein Pool aus "normalen" unkritischen Berechtigungen gewährt. Beispielsweise das Recht, ein Icon zu erstellen oder das Internet zu nutzen. Sollte die App darüber hinaus weitere Berechtigungen benötigen, fordert sie unsere Zustimmung vor dem Download oder während der Benutzung ein. Wer zum Beispiel das erste Mal eine Sprachnachricht über einen Messenger senden möchte, muss der App das Nutzungsrecht des Mikrofons einräumen. Diese "gefährlichen" Berechtigungen kann man der App im Nachhinein wieder entziehen.

 

Um die Berechtigungen einer App vor der Installation einzusehen, scrollt man im Play Store auf der Downloadseite nach unten. Tippe hier auf "Berechtigungsdetails". Kritische Berechtigungen stehen immer weit oben, damit man sie nicht übersieht.

 

Berechtigungen einschränken

In den Einstellungen Ihres Smartphones kann man einsehen, welche Berechtigungen die Anwendungen nutzen. Hierüber ist es ebenfalls möglich, einzelnen Apps den Zugriff auf bestimmte Berechtigungsgruppen wieder zu entziehen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Rufe die "Einstellungen" auf und wähle "Apps" oder "Anwendungen". Aus der Liste kann man eine Anwendung wählen und tippen dann im Info-Fenster auf "App-Berechtigungen". Mit dem Schieber entzieht man der App das Recht. Über die drei Punkte oben rechts kann man auch "Alle Berechtigungen" dieser App einsehen. Alternative: Tippe in der App-Übersicht zu Beginn auf das Zahnrad und wähle "App-Berechtigungen". Öffne eine Berechtigungsgruppe, um zu sehen, welche Apps das Recht nutzen. Auch hier hat man die Möglichkeit, die Befugnis zu entziehen.

 


Das sagt der Entwickler

Für Ivo Heckmann, Chef der App-Entwicklerschmiede Codivo, ist eine seriöse App vor allem transparent und sollte den Rechtegebrauch erläutern. "Für Nutzer ist es leider schwer zu erkennen, was die App mit den Daten macht." Er rät dazu, nur die Rechte zu gewähren, bei denen man bereit ist, die Informationen mit dem Anbieter zu teilen. "Das ist bei jedem individuell. Für mich wäre die Möglichkeit, dass eine App Gespräche mitschneidet bedenklicher als das Erstellen eines Bewegungsprofils." Jeder muss also für sich entscheiden, ob er einer App vertraut oder ihr gegebenenfalls Rechte entzieht. Im Zweifel ist das freilich der Funktionalität abträglich.

 

Der Play Store testet nicht, ob sich der Rechtegebrauch im Funktionsumfang der App widerspiegelt. "Google überprüft nur Copyright-Verstöße und grundsätzliche technische Punkte. Ansonsten ist der Prozess wenig transparent", so Heckmann. Er selbst hatte noch keine Anfrage, eine App als Datenkrake zu entwickeln. "Die meisten Anbieter versuchen, ihr Alleinstellungsmerkmal gut umzusetzen", ist er überzeugt. "Sie haben nichts davon, Nutzerdaten abzugreifen und zu verkaufen. Insbesondere kleine Anbieter nicht." Seines Erachtens würden diese riskieren, dass ihre App kaum geladen wird, wenn sie Rechte verlangt, die für die Funktion nicht nötig sind.

 

Vor dem Download

Kommentare und Bewertungen einer App bieten einen ersten Anhaltspunkt über deren Seriosität. Bedenkenlos vertrauen sollte man ihnen aber nicht. Ivo Heckmann rät, den Anbieter über deren Website-URL zu überprüfen. Gibt es ein sinnvolles Impressum? Ist die Domain aus Deutschland oder hat sie unbekannte Endungen wie ".ru"? Eine SSL-Verschlüsselung ist auch ein Zeichen für Redlichkeit (erkennbar an dem Schloss in der Adresszeile). Weiterhin sollte man Apps nur aus dem offiziellen App-Store laden und sich die Berechtigungen vorher genau ansehen. Ein Blick in die AGB kann nicht schaden. Sind die benötigten Berechtigungen in den App-Funktionen nicht erkennbar, sollte man sie nicht laden.

 

Automatische Updates deaktivieren

Ist für eine App ein Update vorhanden, lädt der Play Store dieses standardmäßig automatisch herunter. Fehler werden somit behoben, ohne dass wir etwas merken. Dennoch ist dieses Vorgehen auch problematisch: Sollte die Anwendung mit dem Update weitere Funktionen erhalten und durch sie neue Berechtigungen benötigen, werden diese unaufgefordert mit gewährt. Besser also, man deaktiviert die automatischen Updates im Play Store. Etwaige zusätzliche Berechtigungen bekommt man so vor dem Update angezeigt. Gehe dazu im Play Store auf die drei Balken, um die Seitenleiste zu öffnen. Dann unten auf "Einstellungen" und "Automatische App-Updates" tippen und "Keine automatischen App-Updates zulassen".

 


 

Nachstehend sind elf Berechtigungen aufgelistet, bei denen man sich zweimal überlegen sollten, ob man zustimmen möchten.

 

1.      In-App-Käufe 

 

Die App kann die Bezahlfunktion des Play Stores nutzen. Wird oft von Spiele-Apps benutzt, die kostenpflichtige Zusatzmodule anbieten – sie kann aber auch ungewollte Kosten verursachen

 

2.      Geräte- und App-Verlauf 

 

  • "Protokolldaten lesen und aktive Apps abrufen" 
  • "Systemstatus abrufen"
  • "Lesezeichen und Web-Verlauf lesen"

 

Dient meist dazu, Abstürze der App zu protokollieren und Fehlerberichte an Entwickler zu schicken. Dies sollten nur komplexe Apps nutzen. Es besteht die Möglichkeit, dass die App dabei das Surfverhalten aufzeichnet.

 

3.      Mobilfunkdaten  

 

  • "Einstellungen an der mobilen Datenverbindung vornehmen"

Hiermit können Apps die Datenverbindung an- oder ausstellen und auf empfangene Daten zugreifen. Zulässig bei Stromspar-Apps, jedoch besteht auch hier keine Notwendigkeit mehr. Besser deaktivieren.

 

4.      Identität 

 

  • "Konten suchen, hinzufügen oder entfernen"
  • "Kontaktkarte lesen und ändern"

 Apps können alle auf dem Smartphone hinterlegten Konten einsehen und benutzen. Hilfreich ist dies z.B. bei Spotify, wo man sich über ein Facebook-Konto anmelden kann. "Konten hinzufügen und entfernen" bezieht sich auf das von einer App angelegte Nutzerkonto. Die Kontaktkarte enthält Informationen über Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Diese Rechte sollten nur bekannten Apps gewährt werden. 

 

5.      Kontakte 

 

  • "Kontakte lesen und schreiben"  

Apps können das Adressbuch auslesen und ebenfalls sehen, mit wem man wie häufig telefoniert oder mailt. Datenschutzrechtlich ist dies bedenklich, da auch seitens der Kontakte keine Einwilligung besteht. Messenger-Apps können über diese Berechtigung z.B. Bekannte anzeigen. Wenn es möglich ist, sollte man Apps diese Berechtigung entziehen.

6.      Kalender 

 

  • "Kalendertermine lesen, bearbeiten und erstellen"

 

Die Facebook-App kann mit dieser Berechtigung z.B. Geburtstagstermine eintragen. Deaktiviere das Recht, wenn die App-Funktion es nicht legitimiert.

 

7.      Telefon 

 

  • "Telefonnummern direkt anrufen & Anrufe umleiten" 
  • "Anrufliste lesen und bearbeiten" 

Bösartige Apps können kostenpflichtige Nummern wählen und dies hinter der Funktion "Anrufliste bearbeiten" verbergen. Nur gewähren, wenn die Funktion der App mit Telefonie zusammenhängt.

8.      Mikrofon 

 

  • "Tonaufnahmen erstellen"

Messenger-, Diktat- oder Sprachlern-Apps benötigen den Zugriff. Alle anderen Apps sollte man genau überprüfen, da sich dieses Recht auch zum Abhören eignet. Auch Google bspw. hat von der Standardeinstellung her des Zugriffsrecht auf das Mikrofon.

 

9.      Standort 

 

  • "Ungefährer Standort (über Mobilfunkstationen)"
  • "Genauer Standort (GPS)"  

Navigations- oder Wetter-Apps benötigen dieses Recht natürlich, aber auch Messenger- oder Foto-Apps arbeiten damit. Schädliche Anwendungen könnten ein Bewegungsprofil erstellen und standortabhängige Werbung schalten. Hier genau auf die App-Funktionen achten.

10.   SMS 

 

  • "SMS empfangen, lesen, senden" 

Wird teilweise zum Auslesen eines Verifikationscodes genutzt, was das Eingeben des Codes erspart. Schadsoftware kann SMS-TANs beim Online-Banking auslesen oder Premium-Nummern anschreiben. Dieses Recht besser deaktivieren.

 

11.   Über anderen Apps einblenden 

 

  • "Fenster einblenden" 

Hierdurch können Apps z.B. Nachrichtenblasen oder Werbung einblenden. Viren können so den Screen mit Fenstern überlagern und Passwörter sowie Log-in-Daten abgreifen, die man als Nutzer in Anmeldeformulare eingibt. 

 

App-Tipp: Permission Friendly Apps

Diese Anwendung liefert eine Übersicht aller installierten Apps samt ihren Berechtigungen. Zudem bewertet sie die Apps je nach Rechte-Hunger und sortiert sie in eine von drei Kategorien. Anhand von Icons erkennt man die Kategorie und sieht so schnell, ob potenziell gefährliche Berechtigungen genutzt werden oder nicht. Sehr gut gemacht sind die detaillierten Informationen zu den verwendeten Rechten. Diese helfen bei einer schnellen persönlichen Beurteilung. Wer möchte, markiert einzelne Apps als unbedenklich, startet oder löscht sie gar direkt aus dem Programm heraus. Für einen Rechte-Entzug muss man jedoch immer noch in die Einstellungen des Smartphones gehen.

Permission Friendly Apps untersucht das ganze Smartphone und zeigt penibel genau an, worauf andere Apps Zugriff haben und ob sie für einzelne Bereiche auch Schreibrechte haben. Selbst, ob dort ein Fingerabdruck registriert wurde oder ob auf die SD-Karte zugegriffen wird, kann die App feststellen.

Erste Schritte: Nach der Installation tippe auf "Go", dann wird das ganze Gerät "untersucht". Danach kann auf jede App in der Liste getippt werden, um abzuchecken, worauf die ausgewählte App Zugriff hat. Wahlweise kann die App auf die Liste vertrauenswürdiger Apps gesetzt, geöffnet oder gelöscht werden. 

Hier ist der Downloadlink für die App: KLICK

Beachtet man die hier beschriebenen Tipps und Hinweise und nimmt sich ein wenig Zeit, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, kann man die Vielzahl von tausenden und abertausenden von Apps sorgenfrei nutzen.

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More

Bild- und Textnachweis: connect, Google Play Store