Du suchtest schon immer ein Forum, um Dich über "Smartphones & More" auszutauschen, Dich über Neuigkeiten im Hard- und Softwarebereich, oder über Smartphones allgemein zu informieren ?

Dann bist Du bei uns richtig:

Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS, Android OS und Windows Phone, aber auch bei Bedarf um PalmOS, webOS, Windows Mobile, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Wir erläutern verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigen welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband).

Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Sei dabei und mach' mit.

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Nächstes Treffen: Mittwoch, 19.12.2018 ab 18:00 Uhr --- Ristorante-Pizzeria "Am Stich", Sandhofer Straße 266 / Am Stich 1, 68307 Mannheim-Sandhofen

19.10.2017

202. Treffen der PUG-Mannheim am 18.10.2017



Es war der 18. Oktober 2017 - der Blick nach draußen und auf den Kalender sagt uns: Es ist Herbst. Der Blick auf den Smartphone-Markt hingegen impliziert: Es ist Sommer. Denn so heiß, wie es derzeit hergeht, erscheint selbst der Fhling mit seinem Highlight Mobile World Congress eher lau. Um im Bild zu bleiben: Auf die Aufwärmphase, in der sich Samsung S8, Apple iPhone 7, HTC U11, Huawei P10, LG G6 und Sony Xperia XZ Premium trafen, folgt nun der Kampf um die Herbstmeisterschaft, in der Samsung Note 8, Apple iPhone X, Huawei Mate 10, Sony Xperia XZ1, LG V30 und nicht zuletzt das weitgehend geleakte Google Pixel schrittweise gegeneinander antreten. Aus heutiger Sicht noch durch die Hintertür könnte auch ZTE kommen - hier wird seit Längerem über den Nachfolger des Axon 7 diskutiert, der Axon 9 heißen könnte, den Anspruch High End zum Low-Budget-Preis haben dürfte und mit bis zu 1 Gbit/s Datenrate punkten soll. Aufgrund des zeitlichen Versatzes, mit denen die Gladiatoren des Mobilfunks in die Arena steigen, werden wir erst mit dem Labortest des letzten Phones wissen, wer wirklich auf Nummer 1 in den Bestenlisten steht.

Wenn man auf die Themen des 202. Treffens der PUG-Mannheim schaut, dann ist da wie eingangs gesagt von Herbst nicht viel zu spüren, im Gegenteil, der Frühling hat Einzug gehalten:

Begonnen haben wir den Abend mit einer Warnmeldung:

Ein verpasster Anruf einer unbekannten Nummer aus Burundi, Tansania, Benin, Marokko oder Tunesien auf dem Display: Da ist die Versuchung groß zurückzurufen. Doch dem Impuls sollte man widerstehen, rät das Ver­braucher­schutz­portal Mobilsicher.de. Denn mit einem Rückruf könnte der Angerufene Betrügern auf den Leim gehen, die damit Kasse machen - zu Lasten des Verbrauchers, den solch ein Anruf mehrere Euro pro Minute kosten kann. Erlaubt sind solche Anrufe nicht, Betroffene sollten sie der Bundesnetzagentur (BNetzA) melden. Dafür gibt es ein Formular auf deren Webseite. In der Telefon-App des Smartphones lassen sich die Nummern meist auch direkt blockieren.

Technisch funktionieren die Lockanrufe folgendermaßen: Von Betrügern betriebene Computer wählen von Adresshändlern gekaufte oder per Zufall generierte Nummern für so kurze Zeit an, dass die Angerufenen praktisch keine Chance haben, das Telefonat anzunehmen - und nach dem sogenannten Anpingen rufen viele die übermittelte Rufnummer zurück. 

Neu ist die Masche, die es auch mit Kurznachrichten oder Anrufen auf das Festnetztelefon gibt, nicht. Einem Sprecher der Bundesnetzagentur zufolge gibt es sie seit Mitte 2016. Die Agentur tue dagegen, was sie könne, aber ausländische Rufnummer könnten nicht abgeschaltet werden.

Bevor Betroffene solcher Ping-Anrufe eine Rechnung bezahlen, sollten sie bei der BNetzA fragen oder auf deren Maßnahmenliste online nachsehen, ob in dem Zeitraum ein sogenanntes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot für die fragliche Nummer bestanden hat. Dann kann der Rechnungsbetrag beim Telefonanbieter entsprechend gekürzt werden.

Derzeit gibt es den Experten von "mobilsicher.de" zufolge eine Anrufwelle mit Nummern aus den Maghreb-Staaten und anderen Ländern Afrikas. Betrüger "pingen" mitunter auch mit Nummern aus dem Inland und missbrauchen dann meist sogenannte Mehrwertdienstnummern, also Nummern, die mit Vorwahlen wie 0180, 0137 oder 0900 beginnen, informiert teltarif.de

Die Apple-Smartphones iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X, welche der eine oder andere aus unserer PUG bereits sein Eigen nennt und mit PUG-Mitglied Alfons auch entsprechend bei unserem Treffen präsentiert wurde, sind die ersten Mobil­geräte des kali­fornischen Unter­nehmens, die per Induktion auf­ge­laden werden können. Der Konzern weist im Support-Bereich seines Inter­net­auf­tritts darauf hin, was die Anwender bei der Energie­über­tragung über den Qi-Standard beachten müssen.

Möglicherweise lassen sich manche der Eigenheiten auf das vergleichsweise geringe Praxiswissen Apples in puncto drahtlosem Aufladen zurückführen. So kann es zu Problemen bei Hitze und bei eingeschalteter Vibration kommen.

Der Technologiekonzern aus Cupertino hatte bereits bei vielen Features im Mobilfunksektor eine Vorreiterrolle inne, das drahtlose Aufladen zählt allerdings nicht dazu. Der von vielen Herstellern favorisierte Qi-Standard wurde 2008 gegründet, zu den ersten Smartphones die von diesem Verfahren Gebrauch machten, zählen das Nokia 920 und das Nexus 4 aus dem Jahre 2012.

Seitdem erscheinen regelmäßig neue Mobiltelefone mit dieser drahtlosen Energieübertragung, ein Apple-Modell fehlte bislang allerdings. Mit den Smartphones iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X hat das Unternehmen diesen Umstand geändert, doch Anwender müssen beim Aufladen via Qi diverse Eigenheiten berücksichtigen. Diese listet Apple auf einer entsprechenden Hilfeseite auf.

Das Dokument bezieht sich explizit auf die beiden iPhone-8-Geschwister. Apple weist darauf hin, dass bei eingeschalteter Vibration eingehende Benachrichtigungen zum Verschieben des Smartphones führen können. Dieser Umstand könne bewirken, dass der Stromfluss von der Ladematte zum iPhone unterbrochen wird. Der Hersteller rät in solchen Fällen dazu, die Vibration abzuschalten, das Profil "Nicht stören" zu verwenden oder von einer Hülle Gebrauch zu machen. Eine zu dicke Hülle kann den Ladevorgang allerdings ebenfalls negativ beeinflussen.

Des Weiteren kann es passieren, dass die Software den Ladevorgang per Induktion abbricht, sobald der Akku zu heiß wird. Diese Sicherheitsvorkehrung soll erst in Kraft treten, wenn das Handy zu mehr als 80 Prozent geladen wurde. Apple rät bei einer Überhitzung dazu, das Smartphone an einem kühleren Ort aufzuladen. Eine Aufladung über Qi ist außerdem nicht möglich, sobald das iPhone 8 über USB mit einem Computer oder mit einem Netzteil verbunden wurde.

Für die Nutzer der beliebten Nachrichten-App WhatsApp gibt es wieder einmal ein Update, welches diverse kleine Verbesserungen, darunter Optimierungen für iOS 11 und eine neue Suche, mit sich bringt.

In WhatsApp Version 2.17.60 lernt der Messenger unter anderem die Suche von Nachrichten innerhalb eines bestimmten Chats. Die neue Suchfunktion hat WhatsApp allerdings ein wenig versteckt. Ihr findet diese, indem ihr den zu durchsuchenden Chat öffnet, dann oben auf den Chat-Namen tippt und daraufhin auf der folgenden Seite "Chat durchsuchen" auswählt.

Die Nachrichten-App wurde laut dem Team auch an das Design von iOS 11 angepasst. So sind jetzt beispielsweise die großen Überschriften in den verschiedenen Bereichen, etwa Chats oder Anrufe, des Messengers im mittlerweile bekannten iOS-11-Stil zu finden.

Last but not least erlaubt die neueste WhatsApp-Version das Versenden von Textstatusmeldungen, die für 24 Stunden zu sehen sind. Im Status-Reiter kann dazu auf den Bleistift getippt werden und nach der Eingabe des Statustexts die Hintergrundfarbe und Textart ausgewählt werden.

Das WhatsApp-Update mit den neuen Funktionen für iPhone und iPad ist wie üblich kostenlos im App Store zu finden. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein bis auch Android-Nutzer in den Genuss der neuen Features kommen.

Kritisch allerdings betrachteten wir das desweiteren angekündigte Feature, nämlich des Zeigens des Live-Standortes für eine bestimmte Zeit. Aber auch hierfür wird es Personen geben, die das nutzen werden.

SMS kommen einfach nicht an: Manche Exemplare des Galaxy S8 bereiten allem Anschein nach Probleme, wenn es um den Empfang von Kurznachrichten geht. Samsung selbst hat sich zu dem nervigen Thema noch nicht geäußert. Wann wird das Problem gelöst?

Bei Reddit und in anderen Foren beklagen mittlerweile einige Nutzer des Galaxy S8 und Galaxy S8 Plus über das merkwürdige Problem. Kurznachrichten kommen erst später – oder im schlimmsten Fall erst gar nicht an. Teilweise soll auch der Versand von SMS nicht möglich sein. Das Problem soll unabhängig vom Mobilfunkanbieter auftreten, weshalb Nutzer ein Problem bei ihrem Samsung-Gerät vermuten.

Dass es sich hierbei wohl um ein Hardware-Problem handeln könnte, kommt Samsung natürlich nicht gelegen. Der Konzern hat sich zum Thema noch nicht geäußert. Entsprechend ist es bislang völlig unklar, ob und wann die Besitzer der betroffenen Galaxy S8 wieder mit einem reibungslosen Empfang rechnen können. In den letzten Tagen soll das Problem verstärkt auftreten, heißt es.

Nicht nur bei unterschiedlichen Mobilfunkanbietern, sondern auch bei SMS-Apps von Drittanbietern tritt das Problem auf – ebenso wie bei Samsungs vorinstallierter Messaging-App. Mögliche Lösungsvorschläge wie das Leeren des Cache oder das Abschalten von Advanced Messaging haben leider nicht den gewünschten Effekt.

SMS werden zwar nicht mehr ganz so oft genutzt wie noch vor wenigen Jahren, doch mit 12,7 Milliarden versendeten Kurznachrichten im letzten Jahr alleine in Deutschland hat der Dienst nach wie vor mehr als nur eine Daseinsberechtigung. Bleibt zu hoffen, dass Samsung das Problem ernst nimmt und schon bald eine Lösung anbietet. Bis dahin bleibt betroffenen Nutzern wohl leider nichts anderes übrig, als auf Alternativen wie WhatsApp zurückzugreifen.

Während Samsung das Galaxy S8 und Galaxy Note 8 millionenfach baut, wird das faltbare Smartphone Galaxy X nur einen Bruchteil davon erreichen und in einer limitierten Stückzahl produziert.

Wer sich noch an die Anfänge des Edge-Displays erinnern kann, der wird wissen, dass Samsung neue Displaytechnologien zunächst bei Sondermodellen einführt, die dann zu sehr hohen Preisen und in limitierter Stückzahl verkauft werden. So war es beim ersten Samsung Galaxy Note Edge, das damals nur an der rechten Seite ein abgerundetes Display hatte, und so wird es auch beim kommenden Galaxy X sein. Aus Südkorea erreichen uns nun erstmals konkrete Stückzahlen, in denen Samsung das Galaxy X produzieren möchte. Nur 100.000 Stück möchte Samsung zum Marktstart des Galaxy X fertig haben. Wenn man das große Interesse an einem so innovativen und komplett neuen Smartphone bedenkt, wäre das auf dem Weltmarkt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Das Galaxy X hat bereits erste Zulassungsbehörden durchlaufen und macht sich so startklar für die Präsentation und Markteinführung im Jahre 2018 – die Samsung bereits offiziell bestätigt hat. Aktuell ist nur offen, wann genau das faltbare Smartphone enthüllt wird. Denkbar wäre auf einer der großen Messen wie der CES 2018 im Januar, dem MWC 2018 Ende Februar oder vielleicht sogar der IFA 2018 im September in Deutschland. Dort hatte Samsung das Galaxy Note Edge 2014 vorgestellt. Bei nur 100.000 produzierten Smartphones wird die Verfügbarkeit vermutlich wieder auf wenige Länder beschränkt. Europa und Deutschland müssen nicht zwangsläufig dazugehören. Vielmehr könnte sich Samsung auf den heimischen Markt konzentrieren.

Samsung wird mit dem Galaxy X im nächsten Jahr zeigen, was mit einem Smartphone möglich ist, das ein flexibles und faltbares Display besitzt. Ob sich dieses Konzept dann wirklich im Alltag durchsetzt, sei mal dahingestellt. Kaum ein anderes Unternehmen hat so starke Ambitionen, das klassische Smartphone neu zu erfinden.

Begonnen haben wir den Abend mit einer Warnung und auch später am Abend schauten wir nochmals etwas kritisch – und zwar auf folgendes Thema:

Dem Banking-Trojaner BankBot ist es nun bereits zum zweiten Mal gelungen, den Google Play Store zu infiltrieren. Er hat bereits tausende Geräte infiziert.

Anfang des Jahres wurde mit BankBot ein gefährlicher Banking-Trojaner in mehreren Google-Play-Store-Apps entdeckt. Die Software wurde im April von Google entfernt. In den vergangenen Monaten wurde BankBot weiterentwickelt. Am 4. September wurde der gefährliche Trojaner vom Sicherheitsunternehmen ESET schließlich erneut im Google Play Store gesichtet . Die Schadsoftware verfügt mittlerweile über eine verbesserte Verschleierung des Quellcodes, eine neue Playload-Drop-Funktion und einen listigeren Kompromittierungsmechanismus, der auf die Android-Bedienungshilfe setzt.

Um BankBot auf möglichst viele Geräte zu bringen, nutzen Cyberkriminelle den Spiele-Klassiker Jewel Star Classic. Eine App mit dem gleichen Namen wurde erstmals am 26. August im Play Store veröffentlicht. Sie soll Kunden vorgaukeln, sie würden sich die Spiele-App auf ihr Mobilgerät laden. Stattdessen öffnen sie dem Banking-Trojaner Tür und Tor. Das Google-Sicherheitsteam wurde Anfang September von ESET über den Trojaner informiert. Die App wurde kurz darauf aus dem Play Store entfernt. Zum Zeitpunkt der Löschung zählte sie jedoch bereits mehr als 5.000 Downloads. Also, mal bitte Euren Appvorrat checken.

Der PUG-Abend im Oktober mit insgesamt 10 Besuchern hat gezeigt, es ist alles andere als Herbst, auch wenn die Themen bunt wie die Blätter an den Bäumen sind – und der "Hahn im Korb", oder besser gesagt die "Henne im Korb" war an diesem Abend ganz klar Clarissa, die als einzige Frau in der so sympathischen Männerrunde die weibliche Fraktion vertrat.

Weiter geht es dann mit Treffen Nr. 203 am 15.11.2017.

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More

18.10.2017

Was Wlan-Nutzer wissen sollten


Internet Software- und Geräteanbieter arbeiten fieberhaft daran, Sicherheitslücke zu schließen / Sicheres Surfen noch möglich

Der "Mannheimer Morgen" schreibt am 18.10.2017

Dass ein Drahtlosnetzwerk verschlüsselt ist, bekommen Nutzer meist nur mit, wenn sie sich mit dem Rechner oder Smartphone anmelden wollen. Dann werden sie zur Eingabe des Wlan-Schlüssels aufgefordert, oft auch einfach nur als Passwort bezeichnet. Dass dahinter meist der Sicherheitsstandard Wi-Fi Protected Access 2 (WPA2) steckt, muss Anwender eigentlich nicht weiter kümmern. Das hat sich mit der nun bekannt gewordenen WPA2-Sicherheitslücke schlagartig geändert: Angreifer könnten mit einer "KRACK" getauften Attacke in Wlan-Netzen übertragene Daten mitlesen und manipulieren. Dazu die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wie wahrscheinlich ist ein Angriff auf ein privates Wlan-Netz?
"Wahrscheinlichkeiten kann man in so einem Kontext schwer abschätzen", sagt Johannes Buchmann vom Center for Research in Security and Privacy (CRISP) an der Technischen Universität Darmstadt. Allerdings sei eine Attacke recht aufwendig. "Damit jemand den Angriff bei Ihnen machen kann, muss er in Ihrer Nähe sein und kurzfristig eine Art Fake-Access-Point aufbauen." Das könne etwa von einem Auto aus auf der Straße passieren, erklärt der Informatik-Professor. Es gehe aber nicht um großflächige Angriffe aus dem Internet heraus. 

Welche Geräte sind theoretisch betroffen?
Wlan-Router, aber auch alle anderen Geräte mit einem Wlan-Modul vom Rechner, übers Smartphone und Tablet bis hin zum Smart-TV oder Netzwerk-Player.

Gibt es je nach Betriebssystem Unterschiede?
Ja. Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind insbesondere Mobilgeräte mit Android und Rechner mit Linux-Btriebssystemen gefährdet. Apples iOS und macOS seien nur eingeschränkt betroffen: Hier könnten die Schwachstellen derzeit nicht in vollem Umfang erfolgreich ausgenutzt werden. Apple hat die Lücke aber auch schon gestopft - aktuelle Betriebssysteme sollen demnächst verfügbar sein. Microsoft hatte die Schwachstelle bereits in seinen gerade veröffentlichten Software-Aktualisierungen behoben.

Was ist mit meinem Internet-Router?
Die Hersteller prüfen oder arbeiten an Updates. "Wir schätzen die WPA2-Lücke als sehr ernstzunehmend ein und kümmern uns darum, betroffene Geräte zu identifizieren und Updates schnellstmöglich bereitzustellen", heißt es etwa bei der Telekom, die Kunden unter der Marke Speedport Router bereitstellt. AVM, Hersteller der verbreiteten Fritzboxen, hat bereits teilweise Entwarnung gegeben: Fritzbox-Router an Breitbandanschlüssen seien "nach aktuellem Stand nicht von der ,KRACK' genannten Wlan-Sicherheitslücke betroffen". Allerdings soll es Updates für Wlan-Repeater des Herstellers geben.

Wann bekommen meine anderen Geräte Updates?
Aktualisierungen von Betriebssystemen, installierter Software und Geräte-Software (Firmware) gilt es immer im Auge zu behalten und bei Verfügbarkeit sofort zu installieren. "Die Leute müssen Updates fahren auf ihren Geräten", sagt Buchmann. "Man muss das im Blick haben." Ob es aber für alle Geräte und Betriebssysteme am Ende Aktualisierungen gibt, sei unsicher. Skeptisch ist der Experte etwa bei älteren Android-Versionen.

Wie funktionieren Updates konkret?
Im Router-Einstellungsmenü sollte man - falls möglich - automatische Updates aktivieren. Wer seinen Router vom Provider bekommen hat, kann dort nachfragen, ob Aktualisierungen automatisch eingespielt werden. Falls dem nicht so ist, muss man regelmäßig im Support-Bereich der Herstellerseiten nach Aktualisierungen Ausschau halten.

Sind Online-Banking oder Online-Shopping in Wlan-Netzen tabu, bis ich Firmware-Updates für meine Geräte erhalten habe?
Nicht unbedingt. Wer - wie sonst auch generell empfohlen - darauf achtet, dass die Webseite eine funktionierende HTTPS-Verschlüsselung hat, kann zumindest daheim relativ unbesorgt auch weiter sensible Daten übers Wlan übertragen. Diese erkennt man an einem grünen Schloss-Symbol in der Adressleiste und dem der Adresse vorangestellten HTTPS.

Wie gehe ich ganz auf Nummer sicher?
Wer absolut sichergehen möchte, kann etwa sein Notebook oder seinen Desktop-Rechner auch vorübergehend per Lan-Kabel an den Router anschließen, rät Buchmann. Oder er nutzt zumindest fürs Online-Banking oder das Einkaufen im Netz eine mobile Internetverbindung per Smartphone, Tablet oder Mobilfunk-Router.

Q: Mannheimer Morgen / Dirk Averesch, dpa

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More

17.10.2017

Gierige Apps wollen Zugriff auf Daten


Neuinstallierte Anwendungen auf Smartphone und Tablet verlangen oft Berechtigungen - was diese für den Nutzer bedeuten

Der "Mannheimer Morgen" schreibt am 18.10.2017

Heutzutage ist ein Smartphone weit mehr als nur ein einfaches Telefon. Es bietet zahlreiche weitere Dienste an, die unseren Alltag erleichtern und bereichern wollen: Neben den Standardfunktionen wie Telefonbuch, Kontaktlisten, Zugang zum Internet und Wettervorhersagen erweitern Apps das Gerät um viele weitere Funktionen. Häufig verlangen die neu installierten Apps auch nach Berechtigungen, die Handybesitzer verunsichern.

Mit Apples iOS und neueren Android-Versionen können Nutzer selbst entscheiden, was erlaubt ist. Aber was bedeutet es, wenn eine App das Mikrofon nutzen will oder die Kontaktliste lesen möchte?

Mikrofon: Apps, die Zugriff auf das Mikrofon verlangen, stehen oft im Verdacht, Fremden das Lauschen zu ermöglichen. "Grundsätzlich gibt es mehrere gute Gründe, warum eine App das Mikrofon braucht", sagt Alexander Spier von der Fachzeitschrift "c't". "Zum Beispiel Sprachanrufe, Sprachsuche, Musikerkennung, gesprochene Nachrichten und so weiter." Den Mikrofonzugriff abzulehnen, kann manche App lahmlegen.

Der Möglichkeit, ständig belauscht zu werden, erteilt Spier dabei schon aus technischen Gründen eine Absage: "Angst vor Dauerüberwachung und tatsächlichem Abhören braucht man eigentlich nicht zu haben", sagt er. Denn damit das passieren kann, müsste die fragwürdige App ständig im Hintergrund laufen, viel Datenverkehr produzieren und nicht zuletzt auch viel Strom verbrauchen. "Insofern fallen solche Werkzeuge irgendwann auch auf", beruhigt Spier.

Eine grundsätzliche Entwarnung ist das nicht. Manche App-Entwickler sind kreativ. "In Indien und Südostasien haben einige Apps die dort benutzten Werbenetzwerke auf Ultraschall-Signale belauscht", sagt Spier. Ziel war es zum Beispiel, über den Fernseher oder in einigen Fastfood-Filialen ausgestrahlte Töne aufzufangen und Zuschauer oder Besucher zu ermitteln.

Zur Sicherheit empfiehlt Fachmann Alexander Spier: "Man sollte schauen, ob eine App einen triftigen Grund hat, das Mikrofon-Recht anzufordern." Eine Messenger-App könnte da einen sinnvollen Grund haben, eine Taschenlampen-App eher nicht. Im Zweifelsfall lässt man lieber die Finger von einem Programm.

Standort: Viele Apps verlangen Zugriff auf den eigenen Standort, und selbst der vorinstallierte Smartphone-Internetbrowser fragt regelmäßig nach dieser Berechtigung. "Eine Standortfreigabe kann je nach Zweck durchaus ihre Nützlichkeit und Berechtigung haben", sagt Julian Graf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Etwa für Kartendienste oder für ortsbezogene Informationen, wie Wetter, Haltestellen in der Nähe oder als Anfahrthilfe für das bestellte Taxi.

Neben der Nutzung der Daten für eine konkrete Funktion der App können die Standortdaten aber auch für Bewegungsprofile genutzt werden - etwa für individuell angepasste Werbung. Deswegen gilt auch hier die Frage: Braucht die App diese Daten wirklich und informiert sie über die Datennutzung?
Gibt es dazu keine Auskunft, rät Verbraucherschützer Julian Graf vorsichtshalber von der Nutzung ab.

Kontakte: Telefon- oder SMS-Apps brauchen diesen Zugriff, damit man Kontakte auswählen, neue anlegen oder bestehende bearbeiten kann. Messenger-Apps wie WhatsApp oder Signal ermitteln so, welcher Kontakt das Programm auch nutzt. Fahrplan-Apps können mit Zugriff auf die Kontakte zum Beispiel den schnellsten Weg zu "Mutti" ermitteln, wenn Muttis Adresse gespeichert ist.

Während es im Fall der Telefon-App ohne Kontaktzugriff nicht geht, kann es bei manchen Messengern schon anders aussehen. Welche Einträge etwa WhatsApp aus den Adressbüchern hoch lädt, was damit passiert und wie die Daten gesichert werden, ist nicht ganz klar - ohne Adressbuchzugriff funktioniert der Dienst auch nicht. Hier müssen Nutzer abwägen. Fragt allerdings ein Programm völlig grundlos nach Zugriff auf das Adressbuch, sollte man immer ablehnen.

Fotos und Videos: Diese Berechtigung bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine App alle Fotos einsehen kann. Vielmehr geht es meist darum, Bilder oder Videos aus der Mediathek nutzen zu können, etwa um sie in einer Messenger-App an andere zu schicken, sie zu Facebook hochzuladen oder sie zu bearbeiten. Auch Kamera-Apps aus den App Stores brauchen diesen Zugriff - um Bilder zu speichern. Auch hier gilt: Fragt eine App ohne erkennbaren Grund, lieber nicht zustimmen.

© Mannheimer Morgen, Dominik Schott / dpa

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More