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Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS, Android OS und Windows Phone, aber auch bei Bedarf um PalmOS, webOS, Windows Mobile, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Wir erläutern verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigen welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband) im Restaurant-Café "Landolin", Speckweg 17, 68305 Mannheim-Waldhof.

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12.03.2017

SmartHome …


… viele reden darüber, nur manche machen die ersten Schritte in diese Richtung.

Von PUG-Mitglied Oliver Völker

Ich möchte einmal meine Umsetzung vorstellen, sie bietet vielleicht dem einen oder anderen einen Gedankenanstoß, was man alles machen kann und wie hoch der Aufwand ist.

Unsere Wohnung ist seit dem Umbau vor 17 Jahren mit einem KNX Bussystem ausgestattet. KNX trennt Steuerelemente (z.B. Taster zum Ein-/Ausschalten) und Aktoren (zum Schalten oder Ansteuern von Rollläden) voneinander. Jedes Gerät bzw. jeder Aktorausgang bekommt eine eigene Gruppenadresse (z.B. 0/1/1), über die es angesprochen wird. Die Taster werden dann programmiert und schicken dann bei Betätigung einen Befehl auf den Bus (z.B. Adresse 0/1/1 einschalten). Der Aktor lauscht auf dem Bus und wenn er angesprochen wird, führt er den Befehl aus. Der Bus ist eine 2 Draht Verkabelung, die jede Mischung aus Linie und Stern bilden darf (nur keinen Kreis). Es gibt keine zentrale Stelle, die alles steuert, der Ausfall eines einzelnen Gerätes beeinträchtigt daher den Rest nicht.

Bei uns werden damit alle Lichter, alle Rollläden sowie 2 Steckdosen geschaltet. Außer den normalen "Schalte Licht X ein/aus" Funktionen habe ich auch Sachen wie "alle Lichter ein/aus" oder "Alle Rollläden hoch/runter" realisiert. Man kann die Programmierung jederzeit seinen Bedürfnissen anpassen. Als wir unser Schlafzimmer in ein anderes Zimmer verlegt haben und im bisherigen Schlafzimmer ein Spielzimmer für die Kinder eingerichtet wurde, habe ich dort die Funktion für "alle Lichter ein" (Panikfunktion ;) ) entfernt und im neuen Schlafzimmer auf einen Taster gelegt. Denkbar sind auch Steuerungen der Rollläden in Abhängigkeit von Sonne und Wind usw.

Die Mehrkosten betragen je nach Ausbau einige 100 bis einige 1000€, der Vorteil ist aber, dass die Verkabelung auf der 230V Seite einfacher wird und man einfach mehr Flexibilität hat.

Bis jetzt hat das aber noch nicht so viel mit SmartHome zu tun, da man alles manuell schaltet.
Nun kommt die nächste Komponente ins Spiel:

Auf einem Raspberry Pi Minicomputer läuft FHEM. Diese Software ist bei mir die "Intelligenz" und das Herz des Smarthomes. FHEM erlaubt im Prinzip beliebige Automatisierungen und Interaktionen mit anderen Systemen. Darüber ist auch eine Visualisierung realisiert, mit der ich über eine Webseite Lichter usw. schalten kann, die mir die Wettervorhersage anzeigt und über die ich meine AV Ausstattung schalten kann (dazu später mehr). Mit FHEM wäre es z.B. auch realisierbar, dass man eine Mail an FHEM schickt und darin den Befehl zum Schließen aller Rollläden gibt. Man könnte auch abhängig vom Wetter Aktionen durchführen oder auch eine Anwesenheitssimulation laufen lassen (Dabei werden die Rollläden und Lichter zu betätigt, als ob jemand in der Wohnung wäre. Optimal wenn man in Urlaub ist und nicht möchte, dass das Haus verlassen aussieht).

Das nächste "SmartHome" Element ist eine Logitech Harmony Fernbedienung. Diese besteht aus zwei Teilen: der programmierbaren Fernbedienung mit Display und dem zentralen Hub. Die Fernbedienung kommuniziert via Funk mit dem Hub, der Hub hat zwei Infrarotsender an Kabeln, die dann die Befehle an Fernseher, Verstärker usw. schicken. Das Konzept dahinter ist, dass man nicht mehr die einzelnen Geräte schaltet, sondern sogenannte Activities. 

Bei mir sind z.B. folgende Activities definiert:
Fernseher (schaltet den Fernseher, den Verstärker und den SAT Receiver ein und dann den Fernseher auf den passenden HDMI Eingang)
Blu-Ray (Fernseher, Verstärker, Blu-Ray Player)
Radio (nur Verstärker, den dann auf Radio umschalten)
usw.

Das macht auch schon einiges einfacher.

Weiterer wichtiger Punkt: Die Tasten der Fernbedienung passen sich dann der gewählten Activity an, Pause bedeutet einmal Wiedergabe pausieren beim Blu-Ray Player und einmal beim Sat-Receiver (ist ein Festplattenreceiver). Die Benutzung ist dadurch vollkommen intuitiv, die Suche nach der richtigen Fernbedienung gehört der Vergangenheit an.

Die neueste Komponente ist der Amazon Echo Dot, auch als Alexa bekannt.
Alexa ist ein sprachgesteuertes System (ähnlich wie Siri oder Google Assistent), das vielfältige Interaktionsmöglichkeiten bietet. Man kann Alexa auch z.B. mit seinem Spotify Account verbinden und dann mit "Alexa, spiele etwas von Elvis Presley" die Musikwiedergabe starten. Es gibt für Alexa eine wachsende Anzahl sogenannter Skills, die ihre Möglichkeiten erweitern. Diverse SmartHome Skills gibt es auch schon (z.B. Kopplung mit Phillips Hue oder Homematic).

Ich habe Alexa jetzt mit meinem Logitech Harmony Hub gekoppelt und kann jetzt einfach "Alexa, schalte den Fernseher ein" sagen und wie zur Zauberhand schaltet er sich ein.

Der nächste Schritt (aktuell gerade in Arbeit) ist die Kopplung von Alexa und FHEM. Dann genügt ein "Alexa, schalte Wohnzimmerlicht ein" um das Licht zu schalten oder ein "Alexa, schalte Kino ein", was dann die Rolläden runter fährt, das Licht anpasst und die Activity Blu-Ray startet. Der Phantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

Was natürlich auch geht: Über das Smartphone kann ich auch alles steuern was nötig ist, auch eine remote Steuerung von Unterwegs wäre machbar.


Mein Fazit: Die Steuerung über die KNX Installation habe ich sehr schnell zu schätzen gelernt, gerade die zentralen "Alles ein/aus hoch/runter" sind optimal. Zwei Taster drücken beim Verlassen der Wohnung am Morgen und alle Lichter sind aus (auch die im Kinderzimmer ein Stockwerk höher) und alle Rollläden sind oben.

Logitech Harmony ist ein geniales System, dass einem das Hantieren mit verschiedenen Fernbedienungen abnimmt.

FHEM ist ein System, das Einarbeitung fordert (schon bei der Installation), aber extrem viele Möglichkeiten bietet.

Und Alexa... Ja.... Sie ist erst seit kurzem bei uns, wurde aber von allen sehr gut angenommen und erleichtert einiges. 

Die Kombination aus den Systemen geht schon stark in Richtung SmartHome, man könnte die Intelligenz natürlich noch durch mehr Automatisierung erhöhen. Aber es ist ein sehr guter Einstieg.

Alternativen:
Wenn man nicht gerade seine Elektroinstallation komplett umbauen will kann man auch Funksteckdosen und Funklichtschalter nutzen.

Viele Grüße,

Oliver Völker
PUG-Mannheim – Smartphones & More

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