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Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS, Android OS und Windows Phone, aber auch bei Bedarf um PalmOS, webOS, Windows Mobile, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Wir erläutern verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigen welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband) im Restaurant-Café "Landolin", Speckweg 17, 68305 Mannheim-Waldhof.

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22.01.2017

Der Samsung-Schreck: Das Huawei Mate 9

Huawei gelingt mit dem Mate 9 etwas, was man durchaus als "Samsung-Schreck" bezeichnen kann. Noch nie vorher war ein Smartphone des chinesischen Herstellers auf Platz 1 der Bestenliste. Doch mit brillanten Akku-Werten, einer üppigen Ausstattung und flotten Performance überzeugt das Gesamtpaket des Mate 9 am meisten. Insbesondere nach dem Akkuchaos beim "Note 7" von Samsung war jetzt genau der richtige Zeitpunkt, auf dem Phablet-Markt durchzustarten.
 
Das Huawei Mate 9 ist der direkte Nachfolger des Vorjahresmodells Mate 8. Der Hersteller vermarktet es mit dem Slogan "A step ahead“ (zu Deutsch: "Einen Schritt voraus") und da ist etwas dran, denn die Ausstattungsliste ist recht lang:

Mit an Bord ist ein LTE-Cat12-Funkmodem, WLAN-ac, Bluetooth 4.2, vier Mikrofone, ein sogenannter Shared-SIM-Slot, der entweder zwei SIM-Karten verarbeiten kann oder eine SIM plus microSD, 64 GByte interner Speicher, 4 GByte RAM, Android 7 ab Werk und auch die neue Huawei Supercharge-Schnelllade-Technologie. 


Diese Supercharge-Technologie schafft es, denn Akku derartig schnell aufzuladen, daß man geradezu zusehen kann, wie die Prozentanzeige nach oben geht. In meinen Beobachtungen waren dies 1% alle 30 Sekunden, d.h. ich kann einen Akku, der gerade mal noch 20% Restleistung hat, in etwas mehr als einer halben Stunde "vollpumpen". Das Schnelllade-Netzteil ist ebenso im Lieferumfang enthalten wie ein Headset und eine transparente Schutzhülle, die ich allerdings im Karton gelassen habe und das Mate 9 mit einer hochwertigen Spigen-Hülle schütze. Natürlich bleibt auch der Displayschutz beim Mate 9 nicht außen vor und gleich am ersten Tag kam die bewährte dipos-Schutzfolie in der Antireflex-Ausführung auf das Display. Das Topgerät gibt in Deutschland  in den Farben Space Grey und Moonlight Silver - sowohl als Dual-SIM-Variante, als auch in der Single-SIM-Version. Der unverbindliche Verkaufspreis beträgt derzeit 699 Euro. 

Doch es gibt beim Phablet aus dem Hause Huwaei auch einige Dinge, die m.E. fehlen: Während das wesentlich günstigere Huawei Nova mit FM Radio an Bord hat, hat der Hersteller beim Top-Modell auf einen solchen verzichtet. Für Selfie-Fans wäre ein Frontlicht mit Sicherheit noch wünschenswert gewesen und wer das vermeintliche Business-Handy auch gerne mal bei Outdoor-Aktivitäten benutzen möchte, dem käme eine IP-Zertifizierung im Stil des Galaxy S7 für den Schutz vor Wasser und Staub zugute. Auf kabelloses Laden per Induktion hat man bei Huawei Mate 9 ebenso verzichtet, damit kann ich aber dank der Supercharge-Technologie und des wirklich ausdauernden Akkus sehr gut leben.

Beim Huawei Mate 9 kommt erstmals die neue High-Performance-CPU Kirin 960 zum Einsatz. Diese schöpft ihre Kraft aus acht Kernen. Vier Cores takten mit maximal 2,4 GHz und die anderen vier mit 1,8 GHz. Ausgeliefert wird das China-Flaggschiff mit Android Nougat 7.0 und der nagelneuen EmotionUI 5. 


Ich als "Gewohnheitstier" habe hierüber allerdings meinen liebgewonnen "Nova Launcher" darübergestülpt, der mir dann doch an der einen oder anderen Stelle mehr Vorteile als EMUI5 bietet.

Beim Phablet aus China ruckelt nichts, es gibt keine Hänger oder Abstürze und auch bei wilden Touchgesten bleibt das Mate 9 flott. System und Hardware sind sehr gut aufeinander abgestimmt. 

Der Gehäuserahmen und der größte Teil der Rückseite des Huawei Mate 9 bestehen aus Aluminium. Lediglich der obere und untere Teil des Rückens bestehen aus Kunststoff, um den Empfang für die Antennen zu ermöglichen. Die Front besteht aus 2.5D-Glas. Dem Design ist die Zugehörigkeit zur Mate-Serie anzusehen. An den Rändern ist das Chassis unter drei Millimeter dick, was trotz des großen Phablets für einen schlanken Eindruck sorgt. Als Bauhöhe gibt Huawei 7,9 Millimeter an.. Die Kamera ragt dabei zusätzliche 0,9 Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Trotz des großen Displays und des starken Akkus bleibt das Gerät mit 192 Gramm vergleichsweise leicht.

Die Verarbeitung des Mate 9 ist sehr gut. Die Spaltmaße sind eng und gleichmäßig, selbst der Kartenslot schließt nahezu bündig ab. Dessen Schlitten besteht ebenfalls aus Metall und bietet entweder für zwei Nano-SIM-Karten oder eine SIM- und eine MicroSD-Karte Platz. Eine Single-SIM-Variante ist ebenfalls erhältlich.

Der DUAL-SIM-Nutzer, findet diverse SIM-Verwaltungsoptionen. Ich nutze das Mate 9 derzeit mit einer SIM-Karte und im Schacht von SIM2 steckt eine 64GB Speicherkarte, somit stehen mir knappe 128GB speicher im Mate 9 zur Verfügung. Das ist für mich derzeit mehr als ausreichend.

Auffällig ist u.a. auch der Einstellungspunkt "Apps klonen". Mit dem Mate 9 kann man beispielsweise zwei Instagram- oder Facebook-Accounts gleichzeitig laufen lassen. Gerade für die DUAL-SIM Nutzung ein interessantes Feature. 

Der auf der Rückseite angebrachte Fingerabdrucksensor ist perfekt: Wenn man seine Finger einmal registriert hat und mit einem registrierten Finger den Sensor nur kurz berührt oder darüber streicht, mach er seinen Job und öffnet das Smartphone. Viele Sensoren durfte ich schon testen, beim iPhone, bei LG oder bei Samsung – keiner von denen hat allerdings so perfekt gearbeitet, wie der im Mate 9.


Wie schon beim Huawei P9 arbeitet man auch bei der Kamera des Mate 9 mit Leica zusammen. Den Herstellerangaben zufolge handelt es sich hier um eine weiterentwickelte Variante der P9-Kamera. Die obere Linse knipst Fotos mit 20 Megapixel in Schwarz-Weiß, während die untere Linse Farbfotos mit zwölf Megapixel aufnimmt. Kombiniert sollen so besonders lebendige und detailreiche Aufnahmen entstehen, die dem Leica-Standard entsprechen. 



Mit dem Mate 9 lassen sich tolle Aufnahmen in unterschiedlichsten Varianten realisieren – entweder voll automatisch oder komplett manuell einstellbar wie bei einer großen Spiegelreflexkamera. Ein 4K-Camcorder mit optischer Bildstabilisierung ist auch an Bord, die 8-Megapixel-Frontkamera beherbergt teils etwas übertriebene Effekte für vermeintlich perfekte Selfies.

Auch im Huawei Mate 9 kommt nun ein USB-Type-C-Anschluss zum Einsatz, der langsam aber sicher bei immer mehr Geräten seinen Einsatz findet. Im Karton findet man einen Adapter von micro USB auf USB-C, in den gängigen Online-Shops findet man für wenige Euro diese Adapter massenweise, um damit seine bisherigen Kabel weiterzuverwenden. Leider beherrscht dieser Anschluss  nur die Spezifikationen nach USB 2.0. Schnelle Datenübertragungen sind damit nicht möglich und auch die kabelgebundene Bildausgabe beherrscht die Schnittstelle nicht. Dafür können aufgrund der OTG-Funktion externe Speicher- und Eingabegeräte an das Phablet angeschlossen werden. 

Der MicroSD-Slot unterstützt alle aktuellen Speicherkartengrößen bis einschließlich 256 GB und wird von Huawei bis 2 TB spezifiziert. Leider kann eine MicroSD-Karte weder als interner Speicher formatiert noch können Apps dahin ausgelagert werden. 

Außerdem befinden sich NFC und Bluetooth 4.2 an Bord. Mittlerweile schon etwas selten geworden ist der integrierte Infrarot-Sender, womit das Smartphone als Fernbedienung für Home-Entertainment-Geräte, Klimaanlagen oder als Fernauslöser für Kameras genutzt werden kann.

Die integrierte Benachrichtigungs-LED lässt sich nur ein- oder ausschalten und nicht weiter konfigurieren. Allerdings lässt sich diese in den einzelnen Apps so konfigurieren, daß die Farbe einstellbar ist und man somit schnell an der Farbe der LED erkennt, was einen an Neuigkeiten erwartet.

Die Sprachqualität des Huawei Mate 9 gefällt mir richtig gut. Ans Ohr gehalten sind beide Seiten klar verständlich, Störungen oder Rauschen habe ich bisher nicht festgestellt. Außerdem werden Umgebungsgeräusche zuverlässig herausgefiltert, was das Mate 9 seinen vier Mikrofonen zu verdanken hat. 

Wird das Phablet auf den Tisch gelegt und der Lautsprecher aktiviert, hat der Nutzer die Möglichkeit, ein Richtmikrofon zu aktiveren. Die Telefon-App ist einfach gestaltet und übersichtlich sortiert. Neben einer Anrufliste können auch direkt Kontakte und Favoriten aufgerufen werden. 

Think Big - Mit seinen 5,9 Zoll in der Display-Diagonalen zählt das Huawei Mate 9 sicherlich schon zu den Phablets. Ein Phablet, gelegentlich auch Smartlet genannt, bezeichnet ein besonders großes, internetfähiges Mobiltelefon, typischerweise mit einer Bildschirmdiagonale zwischen 5 und 7 Zoll (ca. 127 bis 177 mm).

Ein großer Bildschirm bietet schön viel Platz für Inhalte, saugt aber auch ordentlich am Akku. Mit seinen 4.000 mAh an Akkukapazität ist der nicht wechselbare Akku mehr als ausreichend bemessen und man kommt damit selbst bei intensiver Nutzung, wie ich sie betrieben, entspannt durch den Tag. Und sollte es dann doch einmal knapp werden, pumpt die Supercharge-Technologie den Akku binnen weniger Minuten wieder richtig auf.

Fazit: Das Huawei Mate 9 ist in der Tat ein "Samsung-Schreck". Ich habe es jetzt 2 Wochen im Einsatz und möchte es nicht mehr missen. In Verbindung mit meiner Smartwatch habe ich damit eine unschlagbare Kombination des mobilen Computings ständig bei mir – und würde mir diese Kombination jederzeit wieder zulegen.

Wer auf der Suche nach einem großen Smartphone mit Highend-Spezifikationen ist, wird am Huawei Mate 9 kaum vorbeikommen.

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More

Bildnachweis: Huawei und futurezone.at

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