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Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Wir erläutern verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigen welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern.

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29.01.2017

Vier mal fünf sind zwanzig Zoll…

… oder auch "drei weiße und ein Oligarchen-Phone"

Von PUG-Mitglied Lothar, dem Australier

Hier kommt einmal ein ganz eigener völlig gefärbter Vergleichstest der besonderen Art.

Zu aller ältesten Zeiten habe ich mal ein Nokia 8850 besessen, eines der schicksten und damals edelsten Telefonteile mit Metallgehäuse das man sich zu jenen Zeiten nur ausdenken konnte - es lief mit einer Akkuladung 3-4 Tage in meinem damaligen Gebrauchskontext und kam in der Größe einer Streichholzschachtel daher - der Preis lag bei stattlichen 940 EUR.

Nun soll es in diesem Text nicht um alte Edelsteine gehen - sondern um recht aktuelle Smartphones - aber entgegen dem derzeitigen Mainstream habe ich hier doch ein wenig andere Prämissen.

Vier mal Fünf Zoll ist in diesem Test die Devise - denn ich bin jemand der die ganze Woche über vor dem Bildschirm sitzt - meistens an einem 27 Zoll Doppelmonitor um eben all die Entwickler - und sonstigen Fenster alle offen halten zu können - ein Telefon braucht deshalb für mich nicht den ultimativ großen Bildschirm vorweisen zu können und ich bin da eher seit geraumer Zeit auf Portabilität aus.

Außerdem sehe ich mir auf dem Smartphone da es bessere Optionen gibt keine Filme an und eigentlich waren die idealen Screen-Größenordnungen für mich seit jeher rund um die 4,3 Zoll die z.B. das damalige iPhone 4S m 64GB hatte - ein Gerät das ich immer noch schätze - wenn auch es hier nur noch als Backup-Medium für einen DJ-Controller eingesetzt wird - ...sollte das iPad doch einmal in einer Show aussetzen ( was aber noch nie passiert ist )

Also, was wird hier erwartet von einem Smartphone ?

Aus beruflichen Gründen ist Dual-Sim Betrieb gewünscht, der Speicher sollte ordentlich sein und der Akku möglichst langen Betrieb erlauben. Unter diesen Prämissen kommen alle bei mir sich im Betrieb befindlichen Kandidaten zumindest in den meisten gewünschten Attributen daher gesegelt - und da der Schwabe auch noch gern viel Funktionalität für mäßig Geld sehen möchte ist die Wunschliste fast komplett.

Ach ja und der Ingenieur in mir will dann auch noch möglichst immer systemimmanent langlebige Produkte erwerben - weswegen es sich bei allen vier Kandidaten um brillante langlebige IPS Displays handelt.

Also mal konkret - von welchen Telefonen sprechen wir nun hier ?

Um es kurz zu machen - dem Xiaomi Redmi 4, dem Xiaomi Redmi 3S, dem Huawei P8lite sowie dem ZTE Blade A452 - alles Telefone mit 5 Zoll Display - allesamt hübsch anzusehen.

Das P8 ist dabei 11 Monate alt und mittlerweile auf Android 6 via EMUI-Update
von 5.1 hochgehoben, das ZTE ist 8 Monate alt sowie die Xiaomis 3S und 4 sind von Anfang 2017.

Alle vier Telefone werden verschlüsselt betrieben - die Migration hierzu verlief in allen vier Fällen problemlos / was ich von meinem älteren Lenovo S660 damals so nicht behaupten konnte - jenes welches doch dabei einen Werksreset pardauz zwischenrein urplötzlich und unerwartet hinlegte - peng bitteschön - um danach dann aber - komplett von Adam und Eva beginnend appseitig neuaufgebaut - seither verschlüsselt problemlos seinen Dienst verrichtet.

Das zwei Jahre alte Lenovo (mit 4,7" Screen übrigens - für mich bis heute völlig als Handygröße ausreichend ) will allerdings * bis heute * im Bootmenü das Verschlüsselungs- Passwort via * Chinesischem Eingabemenü * erhalten (Schöne Zeichen ningi nangi - keine Ahnung was da alles so steht -   jedenfalls den "OK" button habe ich immerhin gefunden ) und das Lenovo / da direktimportiert / wird als solches wegen eines furchtbar übersetzen deutschen Roms seit Anbeginn von mir in Englisch betrieben und das UI und System bootet dann danach auch wie gewünscht in brauchbarem Englisch.

Jedoch die obigen vier Kandidaten um die es hier eigentlich geht haben alle diese Probleme nicht, bei allen ist das Erstpasswort-Menü in der gleichen Sprache wie dann auch nach dem Android Bootup im UI ist alles bei allen sprachseitig alles harmonisch.

Die Vorgehensweise war bei allen Telefonen diese: Ein komplettes Setup des Gerätes mit allen gewünschten Apps und danach dann erst die Verschlüsselung des Gerätes - welche bei allen vieren jeweils innerhalb von 20 Minuten über die Bühne ging.

Das P8 wurde in 2016 ursprünglich gekauft, weil ich auf einer Flugreise im Phone einen verschlüsselten Container mit ausgiebig Entwicklerdaten mitnehmen wollte und das P8 recht bezahlbar microSD-Karten bis 256 GB unterstützte - auch wenn bisher darin von mir nur eine 128er verwendet wird.

An dem Gerät gefällt mir die Brillanz des Displays und dass es rundum einen Metallrahmen als Gerüst-Konstruktion besitzt und angemessen wertig verarbeitet ist. Als CPU ist ein Octa-Core 1,2 GHz im Einsatz (Cortex A53), RAM sind hier 2 GB vorhanden, als Speicher sind im Gerät 16 GB (davon waren etwa 12 frei), das Display hat eine 1280*720 Auflösung und der Akku lediglich 2200 mAh - was es nicht gerade zum Marathonläufer macht,
ein Tag ist damit problemlos zu bewältigen - zwei Tage sind nahezu unmöglich ohne es nachzuladen und unbequemer weise die Powerbank mitzuschleppen - ihr kennt das ja.

Der Wechsel von Android 5.1 zu 6 dann später in 2016 verlief beim P8 via OTA Update ebenfalls vollkommen harmonisch und ohne jegliche Probleme.

Irgendwann Mitte 2016 fiel mir dann das ZTE Blade A452 ins Auge - weil dieses Telefon zum damaligen Zeitpunkt bei nur 5 Zoll Screengröße einen 4000mAh Akku verbaut hat - zwei Simslots mit Dual Standby plus einen separaten SD Slot verfügbar hat und das Display ebenfalls sehr edel und farbecht aussah - sowie die perlmuttweisse Gehäuseversion durchaus als elegant und schick zu bezeichnen ist.
Damit gingen dann aber die Probleme auch schon los:

Das Gerät hat nur 1 GB RAM verbaut und was noch viel übler war – im Auslieferungszustand mit deutschem ROM /bei Saturn gekauft/ waren von den angeblichen 8 GB Speicher hier gerade einmal lächerliche 2,5 für Anwendungen frei, was jedoch noch viel übler bei der ersten Durchsicht hochkam war allerdings der Punkt dass es keine Möglichkeit gab jedwelche Anwendungen / noch auch nur die Anwendungsdaten (z.B für GPS und Navigation ) auf der vorhandenen SD auszulagern oder dort speichern zu können.

Das war eigentlich insgesamt so haarsträubend sinnlos nutzlos (ihr kennt alle diese Comics mit dem Blitz, der Wolke und dem Hammer in der Sprechblase), dass ich damals bereits darüber nachdachte, das Gerät ggf. mit viel Tamtam als Ingenieurs-Totgeburt bei Saturn zurückgeben zu wollen.

Glücklicherweise war dennoch eine wochenendliche Suchaktion mit Erfolg gekrönt - zwar nicht erfolgreich auf den deutschen ZTE Seiten - sondern dafür auf den Supportseiten des österreichischen Aldi-Ablegers Hofer – jener welcher das Gerät auch in größerer Stückzahl vertrieben hatte:

Dort beim Hofer war ein via SD einflashbares ROM verfügbar das tatsächlich die obigen Mangelpunkte weitestgehend behob.

Damit hatte nunmehr das Gerät etwas mehr als 4 GB verfügbaren Speicher und die SD ist seither z.B. für Navigationsdaten vollständig wie gewünscht als Medium einsetzbar.

Bis heute hat sich jedoch am Android 5.1 trotz OTA Update Versuchen nichts mehr an Updates ergeben - das 452 ist jedoch aufgrund des durchaus großen Akkus in der Lage mir mit einer Ladung 3-4 Tage Betrieb anzubieten und ging somit in die regelmäßige Nutzung über.

Hierzu gleich ein Tipp: Aufgrund des hoffnungslosen deutschen ROMs ist das Gerät häufig auf Ebay quasi nagelneu für weit unter 100 EUR zu finden, allerdings mit dem simlockfreien Hofer-Rom wird daraus durchaus plötzlich eine gute Lösung für die Omis, Muttis und Papas oder Kiddies die kein Powersystem, sondern nur ein navigationsfähiges Smartphone mit wirklich langem Atem zum günstigen Preis suchen.

Nun zu den beiden neusten Kandidaten:

Ein großer Akku wurde wie gesagt als Wohltat empfunden und seit längerem höre ich von Kollegen aus Asien, Indien, China und Australien wie zufrieden sie doch mit der mittlerweile zahlenmäßig produzierend weltgrößten Herstellermarke Xiaomi sind - nun gut auch hier war mein Interesse wieder auch gleich bei den max. 5 inch großen "tragbaren" Geräten mit eben diesem angeblich ‘sagenhaften’ Xiaomi 4100mAh Akku.

Dabei kam nach der Zeitlinie der Veröffentlichung das Redmi 3S im Juni/Juli 2016 auf den Markt sowie das Redmi 4 wurde dann im November 2016 verfügbar.

Vorneweg: Beide haben ein edelst verarbeitetes Alu-Gehäuse - eine Betriebszeit von hier 4-5 Tagen, beide haben 3 GB RAM sowie 32 GB Speicher an Bord, von dem ca. 25 GB zur Nutzung verfügbar sind und beide erlauben den Einsatz von MicroSDs mit einer Kapazität bis zu 256 GB.

Android 6 zusammen mit MiUI 8 sind auf multi-lingualen ROMs verfügbar / deutsch ist mit dabei und auch ganz passabel übersetzt und für die ROMs kommen derzeit regelmäßig ca. alle zwei Monate neue Updates.

Der wesentliche Unterschied besteht im Displaybereich: Während beide wirklich ein sehr brilliantes IPS Display mit 1280 * 720 im Gepäck haben - ist das Display des 4 noch um einiges crisper und schärfer sowie edler da seine Glasränder abgerundet sind - das 3S hat einen Octa-Core mit 1,4 GHz eingebaut (Snapdragon 430) sowie das 4 mit max. 2,0 GHz den Snapdragon 625 unter der Haube.

Die Farbtemperaturen des Displays können bei beiden weitreichend abgeändert werden um das Hintergrundlicht weicher wärmer oder kälter härter abzustimmen.
Auch Notification-LEDs sind bei beiden vorhanden - beim 4 ist das Licht oben bei der Front-Kamera - beim 3S unten am Home Sensor - die Verschlüsselung lief bei beiden Geräten völlig problemfrei vonstatten und das einzige was bei den Xiaomis manchmal im Netz bemängelt wird - ist der Fakt dass die drei Android Sensoren (Home etc.) unten am Display alle unbeleuchtet sind - mir ist das in der Handhabung ehrlich und salopp gesagt komplett schnuppe und hat mich bisher nicht einen Moment gestört.

Edelst wie sie aufgebaut sind - ewig in der Betriebszeit mit ordentlich Speicher und Ausbaumöglichkeit bringen die Xiaomis noch ein weiteres von mir sehr nützlich empfundenes Detail mit - sie haben alle oben eine starke Infrarot-LED verbaut und sind als lernende Fernbedienung zu verwenden - die App-Anwendung dazu liefert Xiaomi ab Werk gleich mit: ich kann davon positiv berichten dass diverse Samsung TVs, LG Bluray Player, die Klimaanlage von Mitsubishi sowie die Infrarot-Heizung aus dem Baumarkt sich damit problemlos und zuverlässig fernsteuern lassen.
Ich frage seither nicht mehr "Hast Du die Remote xyz irgendwo gesehen" weil gar nicht mehr von Interesse ist ob wir selbige überhaupt noch im Haushalt haben - Xiaomi legt für jedes Fernbedienungsgerät eine eigene Ikone an und das Smartphone bedient hier jetzt alles.

Die Sensoren für GPS in den Redmis unterstützen alle vier globalen Systeme und ein Fix ist immer bisher in wenigen Sekunden verfügbar gewesen. Und die Fingerabdruckssensoren auf der Rückseite beider Redmis arbeiten erstaunlich präzise in circa 9 von 10 Versuchen erfolgreich.

Zum Thema Speicherkarten bleibt nur zu erwähnen dass in beiden Redmis aktuelle Evo Plus 128 GB Karten von Samsung mit vollem Durchsatz arbeiten, die 80 MB/s beim Lesen und die 20 MB/s beim Schreiben werden mit Leichtigkeit erreicht, lediglich die werksseitige exFAT Formatierung der Samsung Karten musste in ein FAT32 - Filesystem vorher konvertiert werden damit die Karten mit vollem Speicherumfang erkannt wurden - dafür gibt es aber auch massenweise Tools überall im Netz.

Alle vier getesteten Telefone haben außerdem Noise Cancelling Zweitmikrofone und in allen mir bekannten Alltagssituationen eine durchweg gute Sprachqualität, Bluetooth arbeitet bestens im Auto sowie akkurat mit diversen Headsets, Tastaturen und Kopfhörern bei allen - und noch etwas zu den Kameras - die haben mittlerweile alle zwischen 8 und 13 Megapixeln - doch da ich selber eigentlich Kameras nur als solche bezeichne wenn ein optischer Zoom und Blitzschuh verfügbar ist - so kann doch festgestellt werden alle vier machen als Fixfocus-Knipse schicke wirklich brauchbare Erinnerungsbilder.

Apropos Bilder - hier kommen die Bilder der Kanditaten:


 







Genug des Lobes. 

Wenn ich Euch nun nur noch sage, dass die Xiomis wirklich die Verarbeitungsqualität und Handschmeichelei aktueller iPhones besitzen (seht Euch die Bilder an) reicht das in Differenz übrig gebliebene Geld locker für sofort eine Woche Snowboarden in den Alpen - Europe first !   

Viele Grüße,
Lothar, der Australier

22.01.2017

Der Samsung-Schreck: Das Huawei Mate 9

Huawei gelingt mit dem Mate 9 etwas, was man durchaus als "Samsung-Schreck" bezeichnen kann. Noch nie vorher war ein Smartphone des chinesischen Herstellers auf Platz 1 der Bestenliste. Doch mit brillanten Akku-Werten, einer üppigen Ausstattung und flotten Performance überzeugt das Gesamtpaket des Mate 9 am meisten. Insbesondere nach dem Akkuchaos beim "Note 7" von Samsung war jetzt genau der richtige Zeitpunkt, auf dem Phablet-Markt durchzustarten.
 
Das Huawei Mate 9 ist der direkte Nachfolger des Vorjahresmodells Mate 8. Der Hersteller vermarktet es mit dem Slogan "A step ahead“ (zu Deutsch: "Einen Schritt voraus") und da ist etwas dran, denn die Ausstattungsliste ist recht lang:

Mit an Bord ist ein LTE-Cat12-Funkmodem, WLAN-ac, Bluetooth 4.2, vier Mikrofone, ein sogenannter Shared-SIM-Slot, der entweder zwei SIM-Karten verarbeiten kann oder eine SIM plus microSD, 64 GByte interner Speicher, 4 GByte RAM, Android 7 ab Werk und auch die neue Huawei Supercharge-Schnelllade-Technologie. 


Diese Supercharge-Technologie schafft es, denn Akku derartig schnell aufzuladen, daß man geradezu zusehen kann, wie die Prozentanzeige nach oben geht. In meinen Beobachtungen waren dies 1% alle 30 Sekunden, d.h. ich kann einen Akku, der gerade mal noch 20% Restleistung hat, in etwas mehr als einer halben Stunde "vollpumpen". Das Schnelllade-Netzteil ist ebenso im Lieferumfang enthalten wie ein Headset und eine transparente Schutzhülle, die ich allerdings im Karton gelassen habe und das Mate 9 mit einer hochwertigen Spigen-Hülle schütze. Natürlich bleibt auch der Displayschutz beim Mate 9 nicht außen vor und gleich am ersten Tag kam die bewährte dipos-Schutzfolie in der Antireflex-Ausführung auf das Display. Das Topgerät gibt in Deutschland  in den Farben Space Grey und Moonlight Silver - sowohl als Dual-SIM-Variante, als auch in der Single-SIM-Version. Der unverbindliche Verkaufspreis beträgt derzeit 699 Euro. 

Doch es gibt beim Phablet aus dem Hause Huwaei auch einige Dinge, die m.E. fehlen: Während das wesentlich günstigere Huawei Nova mit FM Radio an Bord hat, hat der Hersteller beim Top-Modell auf einen solchen verzichtet. Für Selfie-Fans wäre ein Frontlicht mit Sicherheit noch wünschenswert gewesen und wer das vermeintliche Business-Handy auch gerne mal bei Outdoor-Aktivitäten benutzen möchte, dem käme eine IP-Zertifizierung im Stil des Galaxy S7 für den Schutz vor Wasser und Staub zugute. Auf kabelloses Laden per Induktion hat man bei Huawei Mate 9 ebenso verzichtet, damit kann ich aber dank der Supercharge-Technologie und des wirklich ausdauernden Akkus sehr gut leben.

Beim Huawei Mate 9 kommt erstmals die neue High-Performance-CPU Kirin 960 zum Einsatz. Diese schöpft ihre Kraft aus acht Kernen. Vier Cores takten mit maximal 2,4 GHz und die anderen vier mit 1,8 GHz. Ausgeliefert wird das China-Flaggschiff mit Android Nougat 7.0 und der nagelneuen EmotionUI 5. 


Ich als "Gewohnheitstier" habe hierüber allerdings meinen liebgewonnen "Nova Launcher" darübergestülpt, der mir dann doch an der einen oder anderen Stelle mehr Vorteile als EMUI5 bietet.

Beim Phablet aus China ruckelt nichts, es gibt keine Hänger oder Abstürze und auch bei wilden Touchgesten bleibt das Mate 9 flott. System und Hardware sind sehr gut aufeinander abgestimmt. 

Der Gehäuserahmen und der größte Teil der Rückseite des Huawei Mate 9 bestehen aus Aluminium. Lediglich der obere und untere Teil des Rückens bestehen aus Kunststoff, um den Empfang für die Antennen zu ermöglichen. Die Front besteht aus 2.5D-Glas. Dem Design ist die Zugehörigkeit zur Mate-Serie anzusehen. An den Rändern ist das Chassis unter drei Millimeter dick, was trotz des großen Phablets für einen schlanken Eindruck sorgt. Als Bauhöhe gibt Huawei 7,9 Millimeter an.. Die Kamera ragt dabei zusätzliche 0,9 Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Trotz des großen Displays und des starken Akkus bleibt das Gerät mit 192 Gramm vergleichsweise leicht.

Die Verarbeitung des Mate 9 ist sehr gut. Die Spaltmaße sind eng und gleichmäßig, selbst der Kartenslot schließt nahezu bündig ab. Dessen Schlitten besteht ebenfalls aus Metall und bietet entweder für zwei Nano-SIM-Karten oder eine SIM- und eine MicroSD-Karte Platz. Eine Single-SIM-Variante ist ebenfalls erhältlich.

Der DUAL-SIM-Nutzer, findet diverse SIM-Verwaltungsoptionen. Ich nutze das Mate 9 derzeit mit einer SIM-Karte und im Schacht von SIM2 steckt eine 64GB Speicherkarte, somit stehen mir knappe 128GB speicher im Mate 9 zur Verfügung. Das ist für mich derzeit mehr als ausreichend.

Auffällig ist u.a. auch der Einstellungspunkt "Apps klonen". Mit dem Mate 9 kann man beispielsweise zwei Instagram- oder Facebook-Accounts gleichzeitig laufen lassen. Gerade für die DUAL-SIM Nutzung ein interessantes Feature. 

Der auf der Rückseite angebrachte Fingerabdrucksensor ist perfekt: Wenn man seine Finger einmal registriert hat und mit einem registrierten Finger den Sensor nur kurz berührt oder darüber streicht, mach er seinen Job und öffnet das Smartphone. Viele Sensoren durfte ich schon testen, beim iPhone, bei LG oder bei Samsung – keiner von denen hat allerdings so perfekt gearbeitet, wie der im Mate 9.


Wie schon beim Huawei P9 arbeitet man auch bei der Kamera des Mate 9 mit Leica zusammen. Den Herstellerangaben zufolge handelt es sich hier um eine weiterentwickelte Variante der P9-Kamera. Die obere Linse knipst Fotos mit 20 Megapixel in Schwarz-Weiß, während die untere Linse Farbfotos mit zwölf Megapixel aufnimmt. Kombiniert sollen so besonders lebendige und detailreiche Aufnahmen entstehen, die dem Leica-Standard entsprechen. 



Mit dem Mate 9 lassen sich tolle Aufnahmen in unterschiedlichsten Varianten realisieren – entweder voll automatisch oder komplett manuell einstellbar wie bei einer großen Spiegelreflexkamera. Ein 4K-Camcorder mit optischer Bildstabilisierung ist auch an Bord, die 8-Megapixel-Frontkamera beherbergt teils etwas übertriebene Effekte für vermeintlich perfekte Selfies.

Auch im Huawei Mate 9 kommt nun ein USB-Type-C-Anschluss zum Einsatz, der langsam aber sicher bei immer mehr Geräten seinen Einsatz findet. Im Karton findet man einen Adapter von micro USB auf USB-C, in den gängigen Online-Shops findet man für wenige Euro diese Adapter massenweise, um damit seine bisherigen Kabel weiterzuverwenden. Leider beherrscht dieser Anschluss  nur die Spezifikationen nach USB 2.0. Schnelle Datenübertragungen sind damit nicht möglich und auch die kabelgebundene Bildausgabe beherrscht die Schnittstelle nicht. Dafür können aufgrund der OTG-Funktion externe Speicher- und Eingabegeräte an das Phablet angeschlossen werden. 

Der MicroSD-Slot unterstützt alle aktuellen Speicherkartengrößen bis einschließlich 256 GB und wird von Huawei bis 2 TB spezifiziert. Leider kann eine MicroSD-Karte weder als interner Speicher formatiert noch können Apps dahin ausgelagert werden. 

Außerdem befinden sich NFC und Bluetooth 4.2 an Bord. Mittlerweile schon etwas selten geworden ist der integrierte Infrarot-Sender, womit das Smartphone als Fernbedienung für Home-Entertainment-Geräte, Klimaanlagen oder als Fernauslöser für Kameras genutzt werden kann.

Die integrierte Benachrichtigungs-LED lässt sich nur ein- oder ausschalten und nicht weiter konfigurieren. Allerdings lässt sich diese in den einzelnen Apps so konfigurieren, daß die Farbe einstellbar ist und man somit schnell an der Farbe der LED erkennt, was einen an Neuigkeiten erwartet.

Die Sprachqualität des Huawei Mate 9 gefällt mir richtig gut. Ans Ohr gehalten sind beide Seiten klar verständlich, Störungen oder Rauschen habe ich bisher nicht festgestellt. Außerdem werden Umgebungsgeräusche zuverlässig herausgefiltert, was das Mate 9 seinen vier Mikrofonen zu verdanken hat. 

Wird das Phablet auf den Tisch gelegt und der Lautsprecher aktiviert, hat der Nutzer die Möglichkeit, ein Richtmikrofon zu aktiveren. Die Telefon-App ist einfach gestaltet und übersichtlich sortiert. Neben einer Anrufliste können auch direkt Kontakte und Favoriten aufgerufen werden. 

Think Big - Mit seinen 5,9 Zoll in der Display-Diagonalen zählt das Huawei Mate 9 sicherlich schon zu den Phablets. Ein Phablet, gelegentlich auch Smartlet genannt, bezeichnet ein besonders großes, internetfähiges Mobiltelefon, typischerweise mit einer Bildschirmdiagonale zwischen 5 und 7 Zoll (ca. 127 bis 177 mm).

Ein großer Bildschirm bietet schön viel Platz für Inhalte, saugt aber auch ordentlich am Akku. Mit seinen 4.000 mAh an Akkukapazität ist der nicht wechselbare Akku mehr als ausreichend bemessen und man kommt damit selbst bei intensiver Nutzung, wie ich sie betrieben, entspannt durch den Tag. Und sollte es dann doch einmal knapp werden, pumpt die Supercharge-Technologie den Akku binnen weniger Minuten wieder richtig auf.

Fazit: Das Huawei Mate 9 ist in der Tat ein "Samsung-Schreck". Ich habe es jetzt 2 Wochen im Einsatz und möchte es nicht mehr missen. In Verbindung mit meiner Smartwatch habe ich damit eine unschlagbare Kombination des mobilen Computings ständig bei mir – und würde mir diese Kombination jederzeit wieder zulegen.

Wer auf der Suche nach einem großen Smartphone mit Highend-Spezifikationen ist, wird am Huawei Mate 9 kaum vorbeikommen.

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More

Bildnachweis: Huawei und futurezone.at

19.01.2017

190. Treffen der PUG-Mannheim am 18.01.2017

Der Beginn des PUG-Jahres wurde etwas ganz Besonderes:

Nach 5 Jahren stand mit dem Jahresbeginn ein Locationwechsel an: Nach "Steck's", "Reblaus" und "Sportpark" sind wir ab sofort im Restaurant-Café "Landolin" im Mannheimer Stadtteil Waldhof "beheimatet". Schon vor 18 Uhr waren die ersten Neugierigen da und wir fühlten uns bereits nach wenigen Minuten heimisch und gut aufgenommen. Natürlich war die Umgebung, die Parksituation, die Fahrt mit dem ÖPNV zur neuen Location noch etwas fremd, aber die 16 Besucher des Januartreffens waren sich prinzipiell einig, dass es Zeit war, dem Sportpark dem Rücken zu kehren und an anderer Stelle weiter zu "puggen". Die Räumlichkeiten des "Landolins" sind modern gestaltet, die Speisen, welche unseren Tisch füllten, egal ob Rumpsteak, Schnitzel oder Burger, waren mit Liebe hergerichtet und ließen keine Wünsche offen. Auch das Preis-/Leistungsverhältnis wurde positiv erwähnt, was so manchen ganz schön kämpfen ließ, um die sehr ordentliche Portion auch zu schaffen.

Hier wird gepuggt - im Landolin (Q: Landolin)
Rundum war es ein gelungener Einstand bei den "Landolinis" (wie sich die Mitarbeiter des Landolins liebevoll selbst nennen) und macht viel Freude auf mehr. "Mehr" schon alleine deshalb, weil wir in diesem Jahr gleich zwei Gründe haben, Jubiläum zu feiern: Zum einen wird die PUG-Mannheim 15 Jahre alt, zum anderen werden wir im Herbst das 200. Treffen begehen können.

Der bunte Themenstrauß des Abends war so vielseitig, dass ich nur auf einige Highlights kurz eingehen werde:

Ein Top-Phablet: Das Mate 9 (Q: PC-Welt)
Das Huawei Mate 9 war bereits bei den letzten Treffen ein Thema. Nachdem nun mittlerweile 2 "Mate 9" am Tisch waren und von anderen Herstellern derzeit nicht wirklich viel Neues kommt, war es natürlich Programm, das neue Phablet-Flaggschiff genauer unter die Lupe zu nehmen, denn Huawei gelingt nämlich mit dem Mate 9 ein wahrer Meilenstein. Noch nie war ein Smartphone des chinesischen Herstellers auf Platz 1 der Bestenliste. Doch mit brillanten Akku-Werten (4.000 mAh), einer üppigen Ausstattung wie beispielsweise DUAL-SIM-Technologie, Speicherkartenerweiterung und flotten Performance überzeugt das Gesamtpaket des Mate 9 am meisten.

Mit seinen 5,9 Zoll in der Display-Diagonalen zählt das "Huawei Mate 9" sicherlich schon zu den Phablets. Ein großer Screen bietet schön viel Platz für Inhalte, aber saugt auch ordentlich am Akku. Mit seinen 4.000 mAh an Akkukapazität ist dies allerdings kein Problem. Der Akku ist ausreichend bemessen und lässt sich nicht wechseln. Und wenn es doch einmal knapp werden sollte mit dem Strom, liefert das Schnellladegerät so viel Strom; dass binnen 30 Sekunden 1% Akkukapazität aufgeladen wird und somit binnen weniger Minuten das "Mate 9" wieder einsatzbereit ist.

Wie schon beim "Huawei P9" arbeitet man auch bei der Kamera des Mate 9 mit Leica zusammen. Den Herstellerangaben zufolge handelt es sich hier um eine weiterentwickelte Variante der P9-Kamera. Die obere Linse knipst Fotos mit 20 Megapixel in Schwarz-Weiß, während die untere Linse Farbfotos mit zwölf Megapixel aufnimmt. Kombiniert entstehen so besonders lebendige und detailreiche Aufnahme, die dem Leica-Standard entsprechen und dem Hobbyfotografen wahre Freude bereiten.

Das Huawei Mate 9 ist ein Phablet, das Spaß macht und im Alltag richtig gut einzusetzen ist.

Weihnachten ist vorbei und so gab es traditionsgemäß auch neue Geräte zu bestaunen: Gutes muss nicht teuer sein, so das Fazit von Frank's neuester Errungenschaft, dem 10Zoll-Tablet von Samsung und das mit stolzer Brust von Angelika präsentierte Lenova Ultra-Notebook-Tablet. Schöne Geräte, die den Alltag ein wenig leichter machen werden.

Doch auch die Vorschau auf das Jahr 2017 durfte nicht fehlen, auch wenn es auf der gerade zu Ende gegangenen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gab es in diesem Jahr kaum Smartphones zu bewundern gab. Stattdessen stand die Integration intelligenter Sprachsteuerungen auf der Messe im Fokus. Handy-Fans müssen trotzdem nicht traurig sein: Bis zum Mobile World Congress (27. Februar bis 2. März 2017) ist es nicht mehr lange hin und die Smartphone-Hersteller brennen schon darauf, ein Feuerwerk an neuen Geräten unter der Frühjahrs-Sonne Barcelonas zu zünden. Um die Wartezeit zu verkürzen, ist kurz vor dem Jahreswechsel noch ein ganzer Schwung frischer Handys auf dem Markt gelandet.

2016 brachte Apple mit dem iPhone 7 und dem iPhone 7 Plus mal wieder zwei Top-Smartphones heraus, die hinsichtlich Tempo, Verarbeitung und Empfang beeindrucken – aber auch wenig Neues bieten. Trumpft das größere iPhone 7 Plus noch mit der dualen Rückkamera auf, fehlen wirkliche Innovation beim kleinen Bruder. Das Fehlen des Klinkenanschlusses für die Kopfhörer sticht da noch am stärksten hervor. Apple-Fans erwarten 2017 daher Großes vom Kult-Hersteller aus Cupertino – denn in diesem Jahr feiert das iPhone zehnjähriges Jubiläum. Gerüchten zufolge arbeitet Apple in einem Entwicklungszentrum im israelischen Herzliya am iPhone 8. Offenbar soll die nächste iPhone-Generation aus drei Geräten bestehen: zwei "normale" iPhones und eine Luxus-Variante. Es bleibt spannend, welche Vorzüge ein Edel-iPhone bieten könnte.

Samsung-typisch veröffentlichen die Südkoreaner neue Smartphones am laufenden Band – und lassen sich nicht von der Akku-Schlappe des Galaxy Note 7 im Vorjahr verunsichern. Ganz im Gegenteil: Bereits in diesem Jahr soll ersten Gerüchten zufolge das Note 8 erscheinen, möglicherweise mit 4K-Display und KI-Assistenten, welches dem Huawei Mate 9 richtig Paroli bieten soll. In der kommenden Generation könnte es beim Flaggschiff Galaxy S außerdem mal wieder ein XXL-Smartphone geben. So arbeitet Samsung wohl an einem Galaxy S8 Plus mit riesigem 6-Zoll-Bildschirm und integriertem Displaystift. Und auch die Mittelklasse erhält Zuwachs: Im Februar erscheinen die neuen Modelle Galaxy A3 (2017) und Galaxy A5 (2017). Einsteiger greifen derweil zum Galaxy J5 (2016), das es seit kurz vor Weihnachten auch in Deutschland im großen Stil gibt, oder warten auf das neuere (und vermutlich etwas kleinere) Galaxy J3 (2017).

Es ist spannend und es bleibt spannend rund um das Thema "Smartphones & More". Schon in 4 Wochen, am 15.02.2017 geht es in die nächste Runde bei den "Landolinis" und allen, die es jetzt im Januar nicht geschafft haben dabei zu sein, sei empfohlen, sich den Februartermin fest zu reservieren und reinzuschnuppern ins "Landolin" beim 191. Treffen der PUG-Mannheim.

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More