Du suchtest schon immer ein Forum, um Dich über "Smartphones & More" auszutauschen, Dich über Neuigkeiten im Hard- und Softwarebereich, oder über Smartphones allgemein zu informieren ?

Dann bist Du bei uns richtig:

Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS, Android OS und Windows Phone, aber auch bei Bedarf um PalmOS, webOS, Windows Mobile, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Wir erläutern verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigen welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband) im Restaurant-Café "Landolin", Speckweg 17, 68305 Mannheim-Waldhof.

Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Sei dabei und mach' mit.

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Nächstes Treffen: Mittwoch, 15.08.2018 ab 18:00 Uhr bei "Edde im Schankhaus Linde", Alte Viernheimer Straße 26, 68623 Lampertheim

08.08.2015

Meine Smartwatch ist eine "Pebble Time"

Ich habe schon lange mit einer "Smartwatch" geliebäugelt, doch weder die Samsung Galaxy Gear noch die apple-Watch haben mit nicht zu einer Kaufentscheidung bewegt. Die apple-Watch alleine aus Betriebssystemgründen nicht. Also habe ich mich umgeschaut nach Alternativen und habe in der Tat eine gefunden. Ich habe mich für die niegelnagelneue "Pebble Time" entschieden.


Meine Hauptanforderung an eine Smartwatch war und ist, das Smartphone nicht zu ersetzen, sondern es sinnvoll zu ergänzen – und zwar durch ein gut funktionierendes Benachrichtigungssystem, sowie die Bereitstellung eines ansprechenden Zifferblattes und gut funktionierendem Akku.

Die Pebble Time wurde anfangs nur an die Unterstützer des Kickstarter Projekts ausgeliefert. Mittlerweile ist die Pebble Time zum Preis von 249 Euro weitläufig erhältlich.

Die Pebble Time besteht aus einem Mix aus verschiedenen Materialien. Der Displayrahmen besteht aus Edelstahl, die Rückseite aus einem matten Kunststoff und das Armband aus weichem und flexiblem Silikon. Natürlich ist das kleine Display noch durch gehärtetes Glas geschützt, aber anders als bei der Apple Watch und bei den zahlreichen Android-Wear-Smartwatches ist das Display nicht Touch-fähig. Alle Aktionen auf der Pebble Time werden über insgesamt vier Tasten, drei an der rechten und einer an der linken Gehäuseseite vorgenommen.

Die Unterseite der Pebble Time ist leicht, für einen besseren Sitz am Arm, gewölbt. Außer dem magnetischen Ladeanschluss und den dazugehörigen Kontakten, gibt es aber sonst nichts mehr an der Unterseite. Kein optischer Pulsmesser oder andere Bio-Sensoren sind in die Pebble integriert worden. Aber in Zukunft wird Pebble in Zusammenarbeit mit Drittherstellern sogenannte Smartstraps anbieten. Diese Smartstraps werden über den magnetischen Ladekontakt mit der Pebble Time verbunden und können über diese Kontakte auch Daten an die Pebble Time übermitteln. Bis aber die ersten Smartbänder erhältlich sind, wird es noch etwas dauern.

Mit den Smartstraps wird fast alles machbar sein. Angefangen von einfachen Armbändern, in denen zusätzliche Akkus verbaut sind. Oder Pulsmesser für Sportler. Oder vielleicht entwickelt jemand auch ein GSM-Armband für die Pebble Time umso theoretisch einen Konkurrenten zu LG Watch Urbane LTE (zum Test) und dem Samsung Galaxy Gear S (zum Test) zu machen. Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber in Sachen Erweiterbarkeit ist die Pebble Time auf alle Fälle zukunftssicherer als die Konkurrenz mit Android Wear oder der Apple Watch.

Der Tragekomfort spielt natürlich bei einer Smartwatch eine große Rolle. Meiner Meinung nach trägt sich die Pebble Time, durch ihre kompakte Bauweise angenehmer, als die Konkurrenz von LG, Samsung und auch Apple. Anfangs wollte ich das dünne und sehr weiche Silikonarmband gegen ein Lederarmband austauschen, aber nach den ersten Tagen fand ich das Armband sehr angenehm zu tragen. Ich hoffe, daß die Qualität auch längerfristig eine ordentliche ist, denn oftmals reißt solch ein Armband relativ schnell ein und man braucht Ersatz. Vorteil: Durch den Standard 22mm-Steg kann jedes im Handel erhältliche 22mm-Armband an der Uhr angebracht werden.



Das Display der Pebble Time ist mit 1,25 Zoll verhältnismäßig klein und schafft eine maximale Auflösung von 144 x 168 Pixel. Zum Vergleich: Die LG G Watch R hat ein 1,3 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln. Schon anhand der Auflösung erkennt man, dass das Display der Time sehr gering auflöst, aber das ist dem Umstand geschuldet, dass Pebble mit dem farbigen ePaper-Display eine andere Technologie einsetzt.


Zwar löst das ePaper-Display mit einer geringeren Auflösung auf, aber dafür es ist auch stromsparender und bei direkter Sonneneinstrahlung wesentlich besser abzulesen. Letzteres ist aber auch eine Schwachstelle vom Pebble Time, denn so schön das ePaper-Display in heller Umgebung ablesbar ist, so schlecht ist dann in schlechten Lichtverhältnissen ablesbar. Allerdings ist durch eine schnelle Bewegung die sehr helle Beleuchtung eingeschaltet, so daß man auch bei schwierigen Lichtverhältnissen immer einen guten Blick auf die Uhr hat. Nach einem Softwareupdate ist es nun sogar möglich, die Beleuchtungsdauer in den Einstellungen auf 3, 5 oder 8 Sekunden einzustellen.

Die Bedienung per Tasten und auch die als "Timeline" konfigurierten Benachrichtigungen sind meiner Meinung nach die Besonderheit an der Pebble Time und auch Unterscheidungsmerkmal zugleich. Während Android Wear und Apple Watch nahezu komplett über Apps und Toucheingaben bedient werden, zappt man durch die Pebble Time per Tastendruck durch die Timeline.

Mit einem Druck auf die Taste nach oben, gelangt man in vergangene Termine und Benachrichtigungen der letzten Tage. Durch einen Druck auf die unterste Taste gelangt man dann wieder in die künftigen Termine. Will man sich zu einem Ereignis genauere Informationen und Details anschauen, dann drückt man auf die mittlere Taste und bekommt Anfangs- und Endzeit, Ort sowie Notizen zu dem Termin angezeigt. 

Doch wie sieht es mit Apps für die Pebble Time aus? Es gibt zwar eine gute Auswahl an Apps, die mit der Pebble Time kommunizieren können, aber leider ist die Auswahl noch stark für den US-Markt ausgerichtet. Da mein Hauptverwendungszweck als Ergänzung für mein Smartphone ist und nicht als Ersatz, verzichte ich auch weitestgehend auf Apps für die Uhr. Aktuell habe ich mir eine Stoppuhr-App und eine Timer-App (Countdown) installiert, welche auf einer Multifunktionsuhr nicht fehlen sollten. Darüber hinaus habe ich mir für den Fall der Fälle eine Karten-App installiert und eine ganz nett gemachte Wetter-App (Weather). Mehr Apps brauche ich zurzeit auf der Uhr nicht. Wetter-Apps habe ich zwar auf meinem Smartphone jede Menge, aber diese Wetter-App auf der Uhr stellt eine sinnvolle Ergänzung dar.

Eine tolle Sache finde ich, daß alle Benachrichtigungen aus den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, sowie die von meinen Messengern WhatsApp und Threema auf die Pebble Time "gebeamt" werden. Auch alle Nachrichten-Pushs, Wetterwarnungen etc. landen parallel zum Smartphone auf der Pebble Time. Für Smartwatch-Nutzer, die über jede Kleinigkeit informiert werden wollen, ist somit die Pebble Time die absolut erste Wahl. Ich persönlich finde es absolut genial, jede Benachrichtigung durch ein dezentes summendes und vibrierendes Signal auch in Situationen, wo das Handy stören würde, zu erhalten. Mit einem dezenten Blick auf die Uhr ist somit in allen Situationen bestens informiert. Und wenn auch das stört, trenne ich, wie auch nachts, einfach schnell und unkompliziert die Bluetoothverbindung zum Smartphone und schon herrscht Ruhe.

Alle Benachrichtigungen enthalten ein farbiges Logo der App sowie einen passenden, farbigen Hintergrund. Durch die geringe Auflösung des Displays ist man aber gezwungen, viel zu scrollen. Mittlerweile lässt sich die Schriftgröße aber ebenfalls in verschiedene Stufen einstellen, so daß man somit mehr Informationen auf das Display packen kann – und diese immer noch lesbar sind. Gut gelöst ist, dass man dann die Nachrichten auf mehrere Methoden beantworten kann, entweder per Spracheingabe über das Mikrofon, per vorgefertigter Nachricht aus einer kleinen Auswahl oder man verschickt ein winziges Emoji aus einer recht langen Liste.

Es gibt im Internet eine riesengroße Anzahl an verfügbaren Zifferblättern für Pebble-Uhren, sog. "Watchfaces". Ich möchte auf einer Uhr gut ablesbar die genaue Zeit mit Stunden, Minuten und Sekunden am besten analog und digital, das komplette Datum, also mit Wochentag, Tag, Monat und Jahr, und auch den Akkustatus und den Bluetoothverbindungsstatus sehen. Hunderte von Watchfaces habe ich mir angeschaut, keines hat mich 100%ig überzeugt. Also habe ich mich hingesetzt und mir mein ganz persönliches Watchface mittels eines Watchface-Generators erstellt. Das Ergebnis zeige ich rechts im Bild.

Bei der Auswahl meiner Smartwatch galt natürlich auch das Augenmerk der Akkulaufzeit. Völlig unakzeptabel ist für mich die Angabe von Apple, die Apple-Watch würde nur eine Laufzeit von ca. 18 Stunden haben. Pebble selbst gibt eine maximale Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen an, im täglichen Gebrauch komme ich bei einer recht hohen Benachrichtigungsquote ca. 3-4 Tage mit einer Akkuladung durch.  

Geht der Pebble Time doch mal der "Saft" aus, dann ist die Smartwatch aber noch nicht ganz tot. Die Uhrzeit wird Euch dann für ca. einen Tag immer noch in Schwarz-Weiß angezeigt, aber alle anderen Funktionen stehen nicht mehr zur Verfügung. Hat man dann wieder Zugriff auf eine Steckdose, kann man die Pebble Time recht einfach wieder aufladen. Einfach das Kabel mit den magnetischen Kontakten an die Pebble Time hängen und den USB-Teil des Kabels in einen entsprechenden Port oder Netzteil hängen, ca. 90 Minuten warten und schon ist die Pebble Time wieder voll einsatzfähig.

Die Pebble Time ist für mich die erste Wahl auf dem großen unüberschaubaren Markt der Smartwatches. Ich bin begeistert vom Tragekomfort, dem geringen Gewicht und der sehr guten Ablesbarkeit des Displays in heller Umgebung. Nicht enttäuscht bin ich von der schlechten Ablesbarkeit in dunklerer Umgebung, den wie gesagt, die Uhr ist schnell beleuchtet und damit extrem gut ablesbar. Mich begeistert auch die Bedienung über Tasten statt Touchscreen und die absolut akzeptable und sehr gute Akkulaufzeit.

Pebble Uhren sind übrigens mit Android Smartphones und iPhones (iOS) verwendbar.

Fazit: Ich würde mir die Pebble Time sofort wieder kaufen. Sie ist genau das, was ich mir gewünscht habe, kein Ersatz für mein Smartphone, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Konfigurierbar mit einem Ziffernblatt nach ganz individuellen Wünschen.

Danken möchte ich an dieser Stelle PUG-Mitglied Thorsten, der mich ganz am Anfang auf die Pebble Time aufmerksam gemacht hat. Seitdem hat mich der Pebble-Gedanke nicht mehr los gelassen.

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim – Smartphones & More
Bilderquelle: getpebble.com

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Ich nutze seit 1 3/4 Jahren eine normale Pebble mit BlackBerry 10. Die Pebble ist m.E. Die beste Smart watch. Mehr brauche ich nicht, Akku hält eine Woche und der Preis ist ok. Die Time ist der optimierte Nachfolger, aber noch reicht mir die Pebble :)