Der
Frühling ist da – und mit ihm kamen 11 Besucher zum 165. Treffen der
PUG-Mannheim – Smartphones & More am 18.03.2015 um gemeinsam wieder die
große Welt der Smartphones zu erleben. Die abwechslungsreiche Gerätevielfalt
zeichnet seit vielen Jahren schon die PUG-Mannheim aus und so hatten wir
diesmal wieder eine interessante Mischung aus zwei iPhones, das 5er von
Bernhard und das 6er von Alfons, daneben jede Menge Androiden wie
beispielsweise das Samsung Galaxy S5, das Galaxy Note 4, das Galaxy A5, das LG G3,
aber auch Windows Phones wie Gunthers Riesen Lumia 1520 und das Nokia Lumia
635.
Es
war wieder ein spannender Abend, dessen Top-Themen neben der anwesenden Geräte
wieder interessanten Gesprächsstoff geboten haben:
Da
ging es zunächst um das Thema Smartwatches, und die zentrale Frage: “Brauche ich das
wirklich?” ist in der Regel allen anderen Denkschritten
innerhalb des Kaufprozesses vorangestellt. Der eigentliche Sinn und Zweck einer
Smartwatch ist neben Uhrzeit-Anzeige die schneller Bereitstellung verschiedener
Informationen, welche andernfalls nur durch das Herausnehmen des Smartphones
registriert werden könnten. Mit Hilfe von spezielle konzipierten Apps soll sich
der Anwender einem schnelleren Kommunikationsweg via E-Mail, sozialen
Netzwerken und anderen Medien bedienen können. Andere Mini-Anwendung erreichen
nur schleppend die Endverbraucher, da deren Entwicklung noch in den
Kinderschuhen steckt. Dennoch dürften andere hochwertige und ebenso effiziente
Anwendung nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.
Der
eigentliche Sinn einer Smart Watch steht und fällt mit der Anzahl von
verfügbaren Apps sowie deren angebotenem Inhalt. Ansonsten bleibt eine Uhr
dieser Kategorie lediglich ein nette Gadget für das Handgelenk, welche im Preis
anderen Durchschnitts-Uhren in nichts nachsteht. Vor dem Erwerb einer solchen
Uhr, ist es also ratsam, die Möglichkeiten aus Basis der für das Modell
verfügbaren Apps genau zu prüfen. Durch die zwingende Abhängigkeit von
Betriebssystemen wie Android oder iOS lässt eine Smart Watch in Sachen
Plattform keinerlei Freiraum zu. Um das Leistungspotential dieser digitalen
“Handgelenksverschönerer” voll auszuschöpfen, muss eine Verbindung über eine
Bluetooth-Schnittstelle zum Smartphone hergestellt werden. Diese läuft
seinerseits unter einem Betriebssystem mit eigener Software-Architektur.
Besonders
Gesundheits-Apps sowie Anwendung aus dem Multimedia-Bereich erfreuen sich
derzeit großer Beliebtheit. Mit einem schnelle Blick auf die Uhr haben die
Anwender alle Informationen auf einen Blick vor sich. Wer mit dem
technologischen Fortschritt mithalten und modern sein möchte, kann sich
ebenfalls für eine Smart Watch begeistern lassen. Der App-Markt für die Uhren
wird wachsen, das ist sicher. Und vielleicht gewinnen die
"Standalone-Uhren", also Uhren mit eigener SIM-Karte, die ohne
Verbindung zum Smartphone auskommen, auch die Oberhand.
Zur
Ausgangsfrage “Brauche ich das wirklich?” lieferten wir
uns eine ordentliche Diskussion, die mit dem Fazit endete: "Nice to
have".
Und
diesem Thema passte auch die Vorstellung der Apple Watch am 09.03.2015
Zu
den Funktionen der Smartwatch gab es wenig Frisches. Dafür können sich die
Preise sehen lassen. Mit einer Apple Watch für 11.000 Euro wagt das Unternehmen
den Schritt in die Modebranche, in der die Technik egal ist. Die größte
Überraschung war jedoch eine andere.
Das
Wichtigste zuerst: Ein Erdentag hat ab sofort nur noch 18 Stunden. Die
Abschaffung des 24-Stunden-Rhythmus verkündete Apple-CEO Tim Cook am Montag,
als er neue Details zur Apple Watch bekannt gab. Die Batterie der Smartwatch
halte einen ganzen Tag, versprach er. Und fügte hinzu: "18 Stunden bei
normaler Nutzung."
Kurz zu den
anderen zentralen Zahlen des Events: Ab dem 24. April wird die Apple Watch in
Deutschland erhältlich sein, und zwar mit 38 und 42 Millimeter großem Gehäuse.
399 Euro wird die Apple Watch Sport kosten, sie hat ein Gehäuse aus Aluminium
und ein Kunststoffarmband. Die einfach nur Apple Watch genannte, etwas
hochwertigere Version aus Edelstahl, kostet 649 bis 1.249 Euro, je nach Größe
und Armband. Die Apple Watch Edition genannte Luxusausführung aus 18-karätigem
Gold wird 11.000 bis 18.000 Euro kosten. Sie wird zumindest anfangs nur in
(nicht genannter) begrenzter Zahl und nur in ausgewählten Apple Stores
verkauft.
Vorbestellungen
sind ab dem 10. April möglich, dann können Interessierte das Gerät auch in den
Apple Stores ausprobieren. Sie werden dann feststellen, dass sie ziemlich viel
darauf herumdrücken und -wischen müssen, wenn sie sie "normal nutzen"
wollen. Das große Versprechen von Wearables – die weitgehend berührungslose
Benutzung eines Computers – erfüllt die Apple Watch ebenso wenig wie alle
anderen Smartwatches, die es bisher gibt.
Dass
trotzdem ziemlich viele Menschen – manche glauben: mehr als sieben Millionen –
die Apple Watch schon in den ersten drei Monaten kaufen werden, darüber sind
sich die meisten Analysten und Journalisten einig. Zum Vergleich: Der aktuelle
Marktführer Samsung hat im gesamten vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Smartwatches
verkauft.
Warum so
viele Menschen Apples erste (richtige) Smartwatch kaufen dürften, hat ganz
verschiedene Gründe. Apple hat während der Veranstaltung ein paar mögliche
genannt – nur nicht den einen zwingenden.
Die
naheliegendsten Gründe sind die Apps, die ab dem jetzt verfügbaren iOS 8.2
über einen separaten Store verteilt werden. Die Apple Watch kann vieles von
dem, was andere Smartwatches auch können: Das Wetter anzeigen, Termine,
Eilmeldungen und Social-Media-Benachrichtigungen einblenden oder die
Musikwiedergabe auf dem gekoppelten Smartphone steuern. Sie zeigt außerdem die
Herzfrequenz und andere Fitnesswerte an. Darüber hinaus hat Apple eine Vielzahl
von Unternehmen für exklusive Smartwatch-Apps gewonnen. Shazam zum Beispiel, um
Musik zu erkennen, den Fahrdienst Uber sowie Hotels, deren Zimmertüren die
Apple Watch öffnen kann. Auch Flugtickets kann sie in Form von Barcodes
anzeigen. Dazu kommen Apples eigene Ideen, die das Unternehmen bereits im
September vorgestellt hatte. So können Nutzer sich mit der Apple Watch eines
Bekannten verbinden und ihm eine Skizze aufs Display schicken, die sie selbst
mit dem Finger zeichnen.
Ein
stärkerer Druck auf das Display öffnet die zahlreichen Optionen für das
Ziffernblatt. Dieser force
press ist eine neue Art der Interaktion mit einer Smartwatch.
App-Entwickler dürften schon bald entsprechende Anwendungen programmieren, zum
Beispiel Spiele.
Eine echte
Killer-App gab es am Montag nicht zu sehen. Die Apple Watch ist eine Verlängerung
des iPhones 5 oder 6, nicht mehr und nicht weniger. Statt das iPhone aus der
Tasche zu ziehen und darauf herumzuwischen, sollen Apple-Watch-Besitzer eben
auf das kleine Display am Handgelenk und den kleinen Button am Gehäuse drücken,
beziehungsweise an der Krone drehen. Einige Aktionen lassen sich immerhin mit
der Sprachsteuerung über Siri vornehmen, solange die Apple Watch per Bluetooth
oder WLAN mit dem iPhone verbunden ist. Selbst Telefonate lassen sich damit
führen, was dann ebenso albern aussehen dürfte wie bei allen anderen
Smartwatches, mit denen das möglich ist.
Warten
wir ab, was aus der Apple Watch werden wird und wer der erste sein wird, der
vielleicht schon beim nächsten Treffen die Apple Watch der PUG-Mannheim
präsentiert.
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Das Objekt der Begierde: Die Apple Watch |
PUG-Mitglied
Lothar machte sich aus dem Schwabenland auf den Weg nach Mannheim. Und wie
Schwaben nun mal so sind, hatte er ein kostengünstiges, aber durchaus
beachtenswertes Dual-SIM-Smartphone im Gepäck, welches es zu bestaunen galt: Es
handelt sich um das "China-Smartphone" Lenovo S660 Das S660
kommt nicht nur mit einer schönen Bauweise daher, sondern bietet auch Platz für
zwei SIM-Karten – und das braucht Lothar auch, denn er hat eine deutsche und
eine australische SIM-Karten an Bord – für seine Familie, die in Australien
wohnt und seine australischen Kunden.
Das
Lenovo S660 glänzt durch eine sehr gute Verarbeitung, eine innovative Benutzeroberfläche
und überdurchschnittliche Leistungen in allen Bereichen. Das
Lenovo “Edel-” Smartphone besteht komplett aus Aluminium und Glas. Dual-Sim,
erweiterbarer Speicher, ein 3000 mAh Akku mit, wie Lothar berichtete genialen Akkulaufzeiten
und das hervorragende Display machen das S660 zum neuen
Anführer der 4,7 Zoll Bestenliste.
Das Lenovo S660 ist für ca. 170€ incl. Einfuhrumsatzsteuer
und Express-Versand zu haben. Der Preis ist für ein derart hochwertiges
Smartphone absolut angemessen, denn das "China Smartphone" zeigt
keine Schwächen. Wer also nicht viel Geld für sein Smartphone ausgeben möchte
und trotzdem nicht auf Qualität verzichten will, der sollte hier zuschlagen.
Von der PUG-Mannheim gibt es eine klare Kaufempfehlung.
Und noch etwas hat uns Lothar mitgebracht: Die kostenlose
Navigations-App "Navmii". Diese wurde bisher unter dem Namen "Navfree"
geführt und basiert auf Onboard-Karten, sodass während der Navigation keine
Internetverbindung von Nöten ist, sofern die benötigten Karten zuvor via WLAN
heruntergeladen wurden. Insbesondere im Ausland lassen sich damit teure
Roaming-Gebühren vermeiden. Bei der Navigation hat man die Wahl zwischen
einem 2D-, 3D- oder Schutzschirmmodus. Die Karten basieren auf dem Mapping-System
OpenStreetMap, das von einer weltweiten Gemeinschaft von über 350.000 Nutzern
erstellt wurde. Dadurch kann es allerdings gelegentlich vorkommen, dass Karten
veraltet oder fehlerhaft sind. Sehr gefallen hat uns die Darstellung des
Navigationsbildschirmes, der aufgeräumt und übersichtlich wirkt, ohne
irgendwelche Informationen vermissen zu lassen.
Mit
dem Samsung Galaxy S6 und S6 Edge sowie dem HTC One M9
wurden auf dem MWC in Barcelona Anfang März 2015 bereits drei große
Smartphone-Platzhirsche enthüllt. Optisch haben die neuen Modelle von
Samsung und HTC sehr wenig gemein und auch bei den Spezifikationen hat sich
etwas geändert: Während HTC bei seinem Flaggschiff weiterhin auf einen
Qualcomm-Prozessor setzt, nutzt Samsung ausschließlich seinen hauseigenen
Exynos 7420-Prozessor. Wie sich dies in der Leistung abzeichnet und was das HTC
One M9 sowie Samsung Galaxy S6 sonst noch unterscheidet, erfahrt ihr natürlich
bei den Treffen der PUG-Mannheim – Smartphones & More.
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Das iPhone6 im Vergleich mit dem Galaxy S6 und dem HTC One M9 (Bildquelle: chip.de) |
Auch
wenn Samsung neuerdings ebenfalls auf einen Metallrahmen setzt und Polycarbonat
gegen Glas ersetzt hat, sehen sich die Premium-Smartphones nicht
wirklich ähnlich. Denn während beim HTC-Flaggschiff vollends auf ein
Unibody-Gehäuse aus Metall zurückgegriffen wird, setzt man bei Samsung auf
einen Metallrahmen in Verbindung mit Glas auf der Vorder- und Rückseite.
Den größten Unterschied bei den Spezifikationen macht sicherlich der Prozessor,
denn Samsung setzt wohl aufgrund von (heiß) diskutierten Hitzeproblemen beim Snapdragon
810 – die laut Qualcomm nicht vorliegen – auf seinen hauseigenen
Exynos-Prozessor 7420. Beide Prozessoren kommen mit einer 64-Bit-Architektur
sowie acht Kernen und sind dafür wie gemacht für das ebenfalls 64-Bit-fähige
Android 5.0 Lollipop, das auf beiden Smartphones zum Einsatz kommt. Ein
markanter Unterschied bei den Prozessoren: Samsung setzt bereits auf eine
14nm-Architektur, während Qualcomm bei seinem Oberklasse-Chip noch auf 20nm
setzt.
In
einem ersten Benchmark-Test hinkt das HTC One M9, wie auch in früheren
geleakten Benchmark-Tests, dem Samsung Galaxy S6 hinterher. Die Gründe hierfür
könnten tatsächlich beim leistungsfähigeren, im 14-nm-Verfahren hergestellten
Exynos 7420 liegen. Zusätzlich hat es womöglich auch an einer Mischung des
schnellen LPDDR4-RAMs (nutzt HTC ebenso) und des internen UFS 2.0-Speichers,
der es fast auf SSD-Geschwindigkeit bringen soll. Indes ist Samsungs
Flaggschiff gemäß AnTuTu-Benchmark um fast 25 Prozent schneller, wie zwei
unabhängig voneinander aufgenommene Benchmark-Videos zeigen. Ein
ähnliches Ergebnis lag bereits im erwähnten frühen Benchmark-Test auf Geekbench
vor. Auch, wenn Samsungs High-End-Smartphone deutlich schneller ist – zumindest
laut AnTuTu-Benchmark–, sollte dies kein wirkliches Abschusskriterium für das
HTC One M9 sein. Die Ergebnisse beider Smartphones sind hoch genug, um mit
aufwändigen Spielen sowie allen Alltagsaufgaben und
ressourcenintnsive Prozessen zurechtzukommen. Den größten Unterschied bei
der Performance macht wohl Samsungs UFS 2.0-Speicher, der tatsächlich Spiele
und Anwendungen schneller laden lassen dürfte.
Die
Geräte kommen in wenigen Wochen auf den deutschen Markt, dann wird sich zeigen,
welches mehr Stärken und welches mehr Schwächen aufweist.
Samsung
hat in 2015 bereits, mehr oder weniger unauffällig, eine neue Gerätereihe auf
den Markt gebracht, die bis zum März-Treffen noch nicht den Weg zur
PUG-Mannheim gefunden haben:
Das
am 12.01.2015 lancierte Samsung Galaxy A7 komplettiert die mit dem Galaxy
A3 und Galaxy A5 eingeführte neue Galaxy A-Produktreihe. Der Hersteller beabsichtigt
damit, designbewusste, sozialvernetzte und junge Menschen anzusprechen. Dafür
wird bei den Smartphones unter anderem auf Unibody-Metallgehäuse und
hochauflösende „Selfie“-Frontkameras gesetzt. Doch worin unterscheiden sich die
drei Modelle?
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Das Samsung Galaxy A3 und das A5 (Bildquelle: Samsung) |
Die
Galaxy A-Serie bietet etwas für jedermann – so dürfte sich die Chefetage von
Samsung Mobile sich das in etwa vorgestellt haben. Vom handlichen Galaxy A3 mit
einer Bildschirmdiagonale von 4,5 Zoll mit qHD-Auflösung bis hin zum
jüngsten und dennoch größten Mitglied der Familie mit einem 5,5 Zoll-Display –
die Pixeldichte des Galaxy A7 ist aufgrund der HD-Auflösung mit 267 ppi jedoch
womöglich etwas zu gering. Dazwischen siedelt sich das Galaxy A5 mit einer
Displaydiagonale von 5 Zoll an. Dabei verwendet der Hersteller übrigens stets
die eigenen Super AMOLED-Screens. Hinsichtlich ihres technischen Innenlebens
können sich die Geräte durchaus sehen lassen, bieten sie doch alles, was der
durchschnittliche Benutzer benötigt: ausreichend flotte Prozessoren, hochauflösende
Kameras auf beiden Seiten und obendrein noch ein schickes Design.
Darüber
hinaus haben Galaxy A3, A5 und A7 noch einige zusätzliche Features gemein, die
Samsung den „Lifestyle-Smartphones“ spendiert hat. Dazu gehört eine
Panorama-ähnliche Funktion für Selfies, bei der das Smartphone langsam gedreht
wird, um ein Weitwinkelbild zu erhalten. Obendrein ist ein „Beauty Face“-Filter
enthalten sowie eine Funktion, um Selbstportraits auch mit der rückseitigen
Kamera aufzunehmen. Abseits von Features zur Selbstinszenierung sind der
Ultra-Power-Saving Mode, der Private-Mode, Multi Window sowie Quick Connect mit
an Bord – Software-Gimmicks, die auch schon in Galaxy Note 4 und Co.
implementiert sind. Spannende Geräte, wie ich finde …
Die
gemütliche und gleichzeitig spannende Runde löste sich gegen 22:00 Uhr auf, das
nächste Treffen findet am 15.04.2015 statt, dann vielleicht schon zum ersten
OpenAir-Event im Biergarten des "Sportparks", sofern das Wetter
mitspielt.
Bis
dahin – Happy Smartphoning :-)
Viele Grüße
Peter Bartsch
PUG-Mannheim - Smartphones & More
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